Mehr Umweltschutz durch Gas-Autos

Auto und Verkehr 1981:

Immer mehr Bundesbürger rüsten ihre Autos auf umweltfreundlichen Gasantrieb um. Inzwischen gibt es rund 15 000 gasbetriebene Pkw die an rund 400 Gas-Tankstellen nachgetankt werden können.

Die Vorteile dieser neuen Technik liegen auf der Hand: Niedrigere Betriebskosten, der Motor ist leiser, verbraucht weniger Öl und lebt länger. Außerdem werden bei der Verbrennung des Autogases 96% weniger KohlenmonoxidStoffe in die Luft gepustet, die Abgase sind blei- und schwefelfrei. Die zusätzliche Umrüstung des Autos auf Gasbetrieb kostet den umweltbewussten Autofahrer ca. 1500 bis 2000 DM.

Treibstoffverbrauch und Fahrleistung haben sich vor dem Hintergrund sprunghaft gestiegener Benzinpreise reduziert. Erstmals seit Jahren sinkt die Zahl der Unfälle und Todesopfer im Straßenverkehr. Bei 1,678 Mio. Unfällen werden 1981 insgesamt 487 707 Menschen verletzt und 11 626 getötet. Die Verminderung der Unfälle ist u.a. auf ein verstärktes Sicherheitsbewusstsein der Autofahrer zurückzuführen. Im Zusammenhang mit der Sparwelle und der Verteuerung der Energiepreise erfreut sich der wirtschaftliche Dieselmotor zunehmender Beliebtheit. Weltweit präsentieren Auto-Firmen in ihren neuen Programmen Diesel-Modelle. Fast 15% der Neuzulassungen besitzen einen Dieselmotor.

Im Zeichen von wirtschaftlicher Stagnation und Energiekrise ist auch die Zahl der Neuzulassungen rückläufig. Während 1978 noch 2,7 Mio. Autos zugelassen wurden, sind es 1981 nur noch 2,3 Mio. Die Kleinwagen bis 1300 cm3 haben dabei einen Anteil von 14,3% an den Neuanmeldungen.

In der Mittelklasse bis 2300 cm3 beträgt der Anteil an allen Zulassungen insgesamt 33,3%. In der oberen Mittelklasse und Oberklasse über 2300 cm3 beläuft sich der Marktanteil auf 13,8%, Mercedes führt den Markt an.