Deutsch-deutsche Spionageaffäre – deutsch-französisches Terrorattentat

Politik und Gesellschaft 1985:

In der Bundesrepublik sorgt am 19. August der »Fall Tiedge« für Aufregung: Der für die Spionageabwehr im Bundesamt für Verfassungsschutz zuständige Regierungsdirektor Hansjoachim Tiedge läuft in die DDR über. Dies ist der Höhepunkt einer Serie von Spionagepannen in der Bundesrepublik, bei denen vor allem die Sekretärinnen von Bonner Behörden oder Spitzenpolitikern als DDR-Agenten enttarnt worden waren.

Das Attentat am 1. Februar auf den deutschen Rüstungsindustriellen Ernst Zimmermann und die Zusammenarbeit der westdeutschen sog. Rote-Armee-Fraktion und der terroristischen Action directe (Frankreich) machen deutlich, dass der Terrorismus eine Gefahr bleibt, zumal Fahndungserfolge selten geworden sind.