Grenzen der Technik auch andernorts sichtbar: Challenger-Explosion und Gift im Rhein

Grenzen der Technik auch andernorts sichtbar: Challenger-Explosion und Gift im Rhein
Space Shuttle Challenger Mannschaftsfoto: v.l.n.r. Vorne: Michael Smith, Francis Scobee, Ronald McNair; Hinten: Ellison Onizuka, Christa McAuliffe, Gregory Jarvis, Judith Resnik. By NASA (NASA Human Space Flight Gallery (image link)) [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1986:

Tschernobyl ist das schwerwiegendste, aber nicht das einzige Menetekel für die Nichtbeherrschbarkeit der Technik: Die Explosion der amerikanischen Raumfähre »Challenger« am 28. Januar, bei der sieben Astronauten ums Leben kommen, und weitere Unfälle in der unbemannten Raumfahrt machen deutlich, dass auch 17 Jahre nach dem Flug zum Mond die Weltraumfahrt noch ihre Risiken hat. 73 Sekunden nach dem Start zerbrach die Raumfähre, wobei die gesamte Besatzung bei dem Unglück ums Leben kam. Es handelte sich zu diesem Zeitpunkt um das schwerste Unglück in der US-Raumfahrtgeschichte.
Die Einleitung giftiger Chemikalien in den Rhein nach dem Großbrand bei der Sandoz AG in Basel am 1. November führt im Fluss auf einer Länge von 280 km zu schwersten ökologischen Schäden. Zahlreiche weitere Giftunfälle in Chemieunternehmen in der Schweiz und der Bundesrepublik lassen im Herbst 1986 den Ruf nach besseren Sicherheitsvorkehrungen lautwerden.