Studentenzahlen steigen weiter:

Bildung 1987:

Im Gegensatz zu abnehmenden Schülerzahlen (als Folge des sog. Pillenknicks) steigen die Studentenzahlen an Universitäten und Hochschulen ständig an. Wie Forschungsminister Heinz Riesenhuber (CDU) auf der Göttinger Rektorentagung im Mai bemerkt, werden in den kommenden Jahren 1,3 Mio. Studenten erwartet. Die Folge davon sind überfüllte Hörsäle und Seminare; zudem kommt es zu Einschränkungen im Studienbetrieb aufgrund von Stellenstreichungen und anderen Sparmaßnahmen. Um Qualitätseinbußen in Lehre und Forschung an den Massenuniversitäten zu verhindern, plädieren vor allem konservative Politiker für die Verkürzung der Regelstudienzeit, Studiengebühren für Langzeitstudenten und verschärfte Aufnahmebedingungen. Um das Niveau wissenschaftlicher Arbeit an den Instituten weiterhin zu gewährleisten, setzt sich Riesenhuber für eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ein und spricht sich für die Forschung mit Hilfe sog. Drittmittel aus – der finanziellen Beteiligung von Wirtschaft und Industrie. Zu heftigen Studentenprotesten kommt es in Niedersachsen, wo die Hochschulen bis 1992 insgesamt 84,45 Mio. DM einsparen und bis Ende 1991 außerdem 136 Stellen abbauen sollen (Einsparung: 33 Mio. DM).