Zechensterben im Ruhrgebiet

Arbeit und Soziales 1987:

Die Krise in der Montanindustrie spitzt sich in der Bundesrepublik zu (<!– –>16.4.<!– –>).

Absatzschwierigkeiten der Stahlerzeuger und der Preisverfall bei Erdöl und Importkohle wirken sich verheerend auf den Steinkohlenbergbau aus. Allein die Ruhrkohle AG fördert etwa 6 Mio. t mehr als sie verkaufen kann und ist deshalb zur Drosselung der Produktion gezwungen. Die Folge sind Zechenschließungen und Massenentlassungen. So kündigt die Ruhrkohle AG die Verringerung ihrer Belegschaft bis Ende des Jahres um 4700 Mitarbeiter an.

Um ein dramatisches Ansteigen der Probleme im Kohlenbergbau zu verhindern, erhöht die Bundesregierung die Subventionen über den Kohlepfennig. Der Kohlepfennig, eine Ausgleichsabgabe der Verbraucher für Stromerzeugung aus inländischer Steinkohle, wird ab 1. Juni im Bundesdurchschnitt auf 7,5% des Strompreises erhöht.