USA marschieren in Panama ein – „Exxon Valdez“ verseucht Gewässer vor Alaska

USA marschieren in Panama ein – „Exxon Valdez“ verseucht Gewässer vor Alaska
Brennende Häuser in Panama-Stadt während der US-Invasion (21. Dezember 1989) - SPEC. MORLAND [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1989:

Über den Ereignissen in Osteuropa und China geraten andere Entwicklungen und Ereignisse fast in den Hintergrund. US-Truppen marschieren 1989 in Panama ein, um den Militärmachthaber Noriega festzunehmen, dem sie Verwicklung in den internationalen Drogenhandel vorwerfen. In Kolumbien sucht die Regierung verzweifelt nach Mitteln gegen die Macht der Kokainkartelle.

Die Exxon Valdez, drei Tage nachdem sie auf ein Riff aufgelaufen war. See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Die Exxon Valdez, drei Tage nachdem sie auf ein Riff aufgelaufen war. See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

Schwere Schädigungen der Umwelt werden publik. Am 24. März läuft der Supertanker »Exxon Valdez« vor der Küste von Alaska auf ein Riff und schlägt leck. 44 000 Tonnen Rohöl laufen ins Meer – mit unabsehbaren Folgen für Pflanzen und Tiere, für das ökologische Gleichgewicht der Küstenregion. Die schleichende Verschmutzung der Adria trifft im Sommer 1989 nicht nur Flora und Fauna, sondern auch die Geldbeutel derjenigen, die vom Tourismus profitieren. Weil Meer und Strand von fauligem Algenschleim überzogen sind, kehren viele Urlauber dem »Teutonengrill« den Rücken. Weniger spektakulär, dafür aber mit noch sehr viel weiter reichenden Folgen verlaufen andere Eingriffe in das Gefüge der Natur: die Abholzung der Tropenwälder, die Ausdünnung der Ozonschicht, der weitere Anstieg des Kohlendioxidausstoßes, der wesentlich zum sog. Treibhauseffekt und damit zu globalen Klimaveränderungen beiträgt.