Prêt-à-porter: Minirock verhalf unkonventioneller Mode der Jugendlichen auf die Beine

Mode 1991:

Die Prêt-à-porter Mode (franz. fertig zum Tragen) ist das jugendliche Pendant zur eleganten Haute Couture. Die industriell hergestellte Mode ist avantgardistischer und preisgünstiger als die exklusive Maßarbeit und wird zumeist nur in begrenzter Stückzahl in Kaufhäusern und Boutiquen angeboten.

Der unkonventionelle Modestil etablierte sich in den 60er Jahren, als die kritische Nachkriegsgeneration sich immer weniger dem Diktat der Pariser Haute Couture beugen wollte. Kleidung war für die von der Hippie-Bewegung beeinflussten Jugendlichen vor allem Ausdruck der Persönlichkeit.

Die in Großbritannien von jungen Designern entwickelte Prêt-à-porter-Mode bot eine unkonventionelle Alternative. Inbegriff des neuen Stils war zunächst der Minirock, Ende der 50er Jahre von der Britin Mary Quant entworfen. Wenige Jahre später konnte sie ihre einfach geschnittenen, farbenfrohen Kleider weltweit vermarkten. Der kommerzielle Erfolg ließ auch die zunächst zurückhaltenden großen Pariser Modehäuser schließlich eigene Prêt-à-porter-Kollektionen entwerfen. Mittlerweile sind manche Modelle der Haute Couture unverkennbar vom Prêt-à-porter inspiriert.