Neue Hoffnung auf Ende der Gewalt in Palästina

Neue Hoffnung auf Ende der Gewalt in Palästina
Jitzhak Rabin, Bill Clinton und Jassir Arafat im Zuge des Oslo-Friedensprozesses am 13. September 1993 vor dem Weißen Haus in Washington, DC. By Vince Musi / The White House [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1993:

Während im Nahen Osten und in Südafrika nach fast 50 Jahren Krieg und Terror berechtigte Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden bestehen, herrscht mitten in Europa immer noch Bürgerkrieg.

Im September 1993 kommt es in Washington zu einem historischen Händedruck. Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin und der Chef der Palästinensischen Befreiungsfront, Jassir Arafat, unterzeichnen in einer feierlichen Zeremonie das Gaza-Jericho-Abkommen, das den Palästinensern in den besetzten Gebieten weitgehende Autonomie gewährt. Israel erklärt sich bereit, seine Truppen und Besatzungsbehörden schrittweise aus dem Gazastreifen und Jericho zurückzuziehen und die Palästinenser beim Aufbau von Selbstverwaltungsorganen zu unterstützen. Im Gegenzug erkennt die PLO ausdrücklich das Existenzrecht Israels an und verzichtet auf jede Gewaltanwendung zur Durchsetzung politischer Ziele. Die zahlreichen Schwierigkeiten und Probleme, die in den folgenden Monaten bei der konkreten Umsetzung des Friedensabkommens entstehen, zeigen jedoch, dass vor beiden Völkern noch ein dornenreicher Weg bis zu einer friedlichen Nachbarschaft liegt.