Eine Imagekampagne soll gegen den sich abzeichnenden Lehrermangel helfen

Bildung 2001:

Über Jahre und Jahrzehnte hinweg wurde in Deutschland nur ein Bruchteil der ausgebildeten Pädagogen in den Schuldienst übernommen, nun werden Lehrer knapp. Dies gilt insbesondere für die Grund-, Haupt- und Berufsschulen sowie generell für die naturwissenschaftlichen Fächer und Mathematik.

Mit einer gemeinsamen Imagekampagne wollen die Kultusminister der Länder deshalb ab 2002 junge Menschen zu einem Lehramtsstudium bewegen; einige Länder starten schon 2001 Werbeaktionen. So werden Abiturienten in Baden-Württemberg per Brief vom Kultusministerium auf den künftig steigenden Lehrerbedarf hingewiesen, und Nordrhein-Westfalen versucht mit Slogans wie »Lehrer – Menschen mit Klasse« die Studienwahl zu beeinflussen. Angesichts der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Lehrer und der Lernbedingungen für Schüler, die als Folge der Einsparungen im Bildungsbereich seit Jahren zu beobachten ist, erscheint die Wirksamkeit einer solchen Kampagne fraglich. Die Kultusminister waren durch eine Ende 2000 gestartete Abwerbeaktion Hessens aufgeschreckt worden. Anfang 2001 verständigten sich die Länder darauf, sich gegenseitig zumindest während des laufenden Schuljahrs keine Lehrer abspenstig zu machen.