Arbeitslosigkeit steigt

Arbeit und Soziales 2003:

Im Jahresdurchschnitt 2002 stieg die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 208 700 auf 4,06 Mio., und auch im Jahr 2003 liegen die Monatszahlen stets über der magischen Grenze von 4 Mio. Obwohl die Arbeitslosenquote in den ostdeutschen Ländern wie seit Jahren mehr als doppelt so hoch ausfällt wie im Westen, ist der Anstieg dort geringer (im Jahr 2002 im Osten 3% gegenüber 7% im Westen). Diese Entwicklung führen Experten von der Bundesanstalt für Arbeit auf Abwanderungen und Pendler von Ost nach West zurück. Mit einer echten Trendwende auf dem Arbeitsmarkt wird nun für Mitte 2004 gerechnet. Bereits seit Mai 2003 ist zu beobachten, dass sich der Anstieg der Erwerbslosenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat – mit einem kleinen, ferienbedingten Ausreißer im Juli – stetig verringert, so dass Horrorszenarien, es könnte im Winter 2003/04 über 5 Mio. Arbeitslose in Deutschland geben, übertrieben erscheinen.