ARD: Wenige Highlights

Politik und Gesellschaft 2003:

Angesichts der rückläufigen Werbeeinnahmen hat sich die ARD nicht nur ab dem 27. September ein neues Logo (eine Eins im Kreis), sondern auch ein Sparprogramm verordnet. Weil es sowohl an sportlichen als auch an politischen Höhepunkten in der Berichterstattung mangelt, strebt das Erste nicht wie 2002 nach der Marktführerschaft, sondern setzt auf bewährte Formate, darunter »Tatort«-Krimis, neue Folgen von »Polizeiruf 110« und die Film-Reihe »Debüt im Ersten«.

Der am 1. Januar an die Spitze der ARD berufene NDR-Intendant Jobst Plog will allerdings den Show-Bereich neu strukturieren. Die Nachfolge von Alfred Biolek, der sich am 10. Juni vom Fernsehschirm verabschiedet, tritt am 2. September als ARD-Plaudertasche Sandra Maischberger mit »Menschen bei Maischberger« an. Talkmaster Michel Friedman gibt wegen der Drogenaffäre seine Talkshow auf.

Allen Nachrichtensendungen beschert der Beginn des Irak-Krieges Hochkonjunktur. Allerdings offenbart im März eine Umfrage des Hamburger Gewis-Instituts, dass angeblich nur etwa ein Zehntel der Bevölkerung jedes Wort in den Abendnachrichten auch versteht. »Mister Tagesthemen« Ulrich Wickert kann für sich verbuchen, der glaubwürdigste Nachrichtenmann im Fernsehen zu sein – dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage.