Urlaub wird wieder länger

Urlaub und Freizeit 2006:

Laut BAT-Tourismusanalyse für 2005 haben im vergangenen Jahr fast zwei Drittel der Bundesbürger eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen angetreten, weitere 6% begaben sich zumindest für zwei bis vier Tage auf Reisen, und 30% blieben ganz zu Hause. Dabei zeigt sich eine Trendumkehr: War seit den 1980er Jahren die durchschnittliche Urlaubsdauer immer weiter zurückgegangen – von 18,2 Tagen im Jahr 1980 bis auf 12,8 Tage 2004 -, so ist für 2005 erstmals wieder ein Anstieg zu beobachten. Im Schnitt 13,3 Tage haben die Bundesbürger im vergangenen Jahr im Urlaub verbracht. Ein Grund dafür ist die wachsende Vorliebe für Fernreisen, die sich eben nicht an einem verlängerten Wochenende bewältigen lassen.

Auch wenn das eigene Land – und hier besonders Bayern und die Ostseeküste – weiterhin das liebste Ferienziel der Deutschen ist, geht die Nachfrage doch kontinuierlich zurück. 2005 blieben 32% der befragten Bundesbürger in Deutschland, 1999 waren es noch 35%. Dafür kommen jedoch mehr Touristen aus anderen Ländern in die Bundesrepublik, die 2005 mit 48,2 Mio. Übernachtungen ausländischer Gäste den Rekordwert vom Vorjahr noch einmal um 6,4% übertraf. Ungeschlagen auf Platz eins und weit vor anderen Nationalitäten liegen die Niederländer (17,5%), gefolgt von US-Bürgern und Touristen aus Großbritannien (8,2%). Ein besonders großes Plus – um 27% – weist die Zahl der Gäste aus den arabischen Golfstaaten auf.

Chroniknet