Das Zauberwort heißt

Auto und Verkehr 2007:

Die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt a. M. bietet der Autoindustrie im September eine Plattform, über Gegenmaßnahmen und die entsprechenden neuen Techniken zu diskutieren. Belastet ist die Situation allerdings durch die schneidige Parteinahme einiger Politikerinnen und Politiker zugunsten zweier japanischer Hersteller, die Kraftfahrzeuge mit der über 100 Jahre alten Hybridtechnik – auch wenn diese damals nicht unter Umweltgesichtspunkten entwickelt wurde – produzieren. Das Zauberwort heißt also »Hybrid«, und bald jeder namhafte Hersteller stellt Konzepte vor, auch wenn eine Realisierung zurückhaltend beurteilt wird.

Die Tatsache, dass der Anteil der japanischen Hybridmodelle an den Zulassungen nur etwa 1,5% beträgt, lässt die Zukunft in diesem Bereich trotz gestiegenen Klimabewusstseins eher ungewiss erscheinen. Japanische Hybridautos kosten etwa 1000 € mehr als konventionelle deutsche oder europäische Wagen mit vergleichbarem Schadstoffausstoß. Damit wird zugleich deutlich, dass das Autofahren demnächst größere Aufwendungen erfordern wird. Am Rande der Show in Frankfurt ist zu erfahren, dass der Durchschnittspreis eines Autos in Deutschland bei knapp 25 000 € liegt; das entspricht einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 6,5%.

Diskutiert wird natürlich auch die Situation auf dem Kraftstoffmarkt: Die enorme Abhängigkeit Deutschlands von ausländischen Quellen wird ein weiteres Mal überdeutlich. Die Hinwendung zu alternativen Kraftstoffen erfolgt in letzter Zeit zögerlicher: Die Umwandlung von Nahrungsmitteln wie Getreide in Kraftstoff erscheint angesichts Millionen Hungernder weltweit nur schwer zu vermitteln.