Kate Moss und viele Andere

Mode 2007:

Am 1. Mai startet der Verkauf der ersten Kate-Moss-Modekollektion für TopShop. Vor dem Flagshipstore der britischen Modekette in der Londoner Einkaufsstraße Oxford Street warten Tausende junger weiblicher Modefans, bis sich endlich vor einem Schaufenster ein roter Vorhang öffnet und Kate Moss sich in einem flamingoroten Kleid 15 Sekunden lang zeigt.

Um ein Stück der Kate-Mode zu ergattern, ist Geduld gefragt. Wer es an die Spitze der Schlange geschafft hat, bekommt ein Armband, das zu 20 Minuten »Powershoppen« berechtigt. Eingelassen werden jeweils 150 Kundinnen, von denen jede nicht mehr als fünf Teile kaufen darf. Philip Green, Inhaber des Modefilialisten, will TopShop zur globalen Marke entwickeln, und der Promi-Effekt von Kate Moss soll den Weg dafür ebnen. Ähnliche Intentionen hegen Mango, Hennes & Mauritz, s. Oliver, Pepe Jeans und andere. Supermodel und Filmschauspielerin Milla Jovovich entwirft eine eigene Modelinie für den spanischen Topseller Mango. »jojovich-hawk for MNG« folgt bei den professionellen Entwürfen, der Schnitterstellung und der Stoffwahl den Vorstellungen von Jovovich und ihrer Partnerin Carmen Hawk. Popstar Madonna überwacht die eigene Kollektion »M by Madonna« für Hennes & Mauritz, im Mai startet die von Kylie Minogue entworfene Bademoden-Kollektion »H & M loves Kylie« (10% der Einnahmen gehen an die Hilfsorganisation WaterAid) und im Herbst eine limitierte Kollektion unter dem Motto »Bohemian Chic«. Außerdem hat H & M den italienischen Designer Roberto Cavalli für den Entwurf einer exklusiven Kollektion gewonnen.

Schon seit 2006 gibt es »Anastacia by s. Oliver«, seit 2003 L.A.M.B. von Singer Gwen Stefani und »The Deréon Col-lection«, die Beyoncé Knowles mit ihrer Schwester und Mutter entwirft. Etabliert sind »JLO« von Jennifer Lopez und natürlich eine Victoria-Beckham-Kollektion. Auch männliche Stars wie Pete Doherty, Justin Timberlake und Sean Combs vermarkten eigene Modelinien.