Kreisel bringen Verkehr in Fluss

Verkehr 2007:

Wie lässt sich der Autoverkehr in Großstädten flüssiger gestalten, mit welchem Verkehrsmittel kommt man am besten voran und welchen Platz sollte man Fußgängern einräumen? Solche Fragen beschäftigen Stadtplaner, und in den letzten Jahren sind etliche Konzepte entwickelt worden, die den Abschied von Ampelkreuzungen und schmalen Bürgersteigen einläuten. So beschließt Hamburg, sich zur »Hauptstadt der Kreisel« zu entwickeln. Werden mit Ampeln versehene Kreuzungen durch einen Kreisverkehr ersetzt, so die Überlegung, verbessert sich der Verkehrsfluss. Nach Angaben von ADAC-Sprecher Matthias Schmitting kann dieselbe Anzahl von Fahrzeugen 30% schneller einen Kreisel durchfahren als eine Ampelkreuzung – was auch den Schadstoffausstoß verringert. Zudem gelten Kreisel als deutlich weniger unfallträchtig. Weitere positive Effekte sind die geringeren Bau- und Erhaltungskosten sowie die Tatsache, dass ein Kreisverkehr sich besser ins Stadtbild einfügt. Lieblingsbeispiel der Experten ist der Kreisel rund um den Arc de Triomphe in Paris, den pro Tag 150 000 Kraftfahrzeuge durchfahren. Das funktioniert ohne Ampeln oder Stoppschilder.