Viel Licht auf dem Arbeitsmarkt

Arbeit und Soziales 2007:

Im April unterschreitet die Zahl der Arbeitslosen erstmals die Vier-Millionen-Grenze, und auch danach sinkt sie nahezu kontinuierlich weiter bis auf 3,43 Mio. im Oktober. Das ist der niedrigste Stand seit November 1994. Die Quote, die im Januar in Gesamtdeutschland noch 10,2% beträgt, verringert sich bis Oktober auf 8,2%, wobei sie aber weiterhin in Ostdeutschland mit 13,6% doppelt so hoch ist wie im Westen (6,8%). Parallel zum Abbau der Arbeitslosigkeit entwickelt sich die Erwerbstätigkeit positiv. Im September sind erstmals in der Geschichte des wiedervereinigten Deutschland über 40 Mio. Menschen erwerbstätig. Für 2008 prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das der Bundesagentur für Arbeit (BA) angegliedert ist, eine durchschnittliche Erwerbstätigenzahl von 40,03 Mio.

Die kräftige Belebung des Arbeitsmarkts macht sich auch bei den offenen Stellen bemerkbar. Im vierten Quartal sind es schätzungsweise 1,5 Mio. gegenüber 1,37 Mio. im Vergleichszeitraum 2006 und 0,73 Mio. im vierten Quartal des für die Stellensuche schlechtesten Jahres 2004. Unternehmen beginnen bereits über Fachkräftemangel insbesondere im technischen Bereich zu klagen.