Glänzendes und Gestricktes

Mode 2008:

Von der Prêt-à-porter-Mode für Frühjahr/Sommer werden die erotischen Kleider aus geknitterten, gold-, silber- und kupfermetallisch glänzenden Stoffen mit breiten glänzenden Miedergürteln von Dolce & Gabbana in Erinnerung bleiben. Dies gilt nicht minder für die Kollektion »Readings« von Hussein Chalayan. Das Finale bilden mit Laserlicht und Swarovski-Kristallen ausgestattete Kleider als Symbol für »Worshipping the Sun«. Wenngleich es Chalayan in dieser Kollektion um den historischen Wandel von der Anbetung der Sonne bis zur Personenverherrlichung geht, ließe sich die mit Laserstrahlen ausgestattete Kleidung auch als Sichtbarmachen der Energie interpretieren, die von einer Trägerin ausgeht und deren Strahlen blenden können.

Der Herbst 2008 steht in der Designermode im Zeichen von Strick. Dabei dominieren Extreme zwischen dicker Wolle und großen Maschen und feinen, porösen Materialien (Gaetano Navarra). Dazu gehören überdimensionale Zopfmuster, Schlaufen, Wulstringe (Julien McDonald) sowie flauschige »Flocati«-Mohair-Stoffe (Dolce & Gabbana). Voluminöse kniekurze Capes und Jacken (Cher Michel Klein), skulpturale Mäntel (Raf Simons für Jil Sander), zipfelige Pullover, verspielte Häkel- und strenge Strickkleider in Colourblocking setzen weitere Kontraste.