Schwere Naturkatastrophen in Südostasien

Schwere Naturkatastrophen in Südostasien
Zyklon Nargis am 1. Mai. By NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 2008:

Zyklon Nargis am 1. Mai. By NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

Zyklon Nargis am 1. Mai. By NASA [Public domain], via Wikimedia Commons

Im Mai erschüttern zwei schwere Naturkatastrophen die Erde: Über Myanmar fegt ein Taifun hinweg und lässt über 100.000 Tote zurück. Der Tropensturm hat sich am 29. April über dem Golf von Bengalen gebildet und verursacht zunächst auf Sri Lanka einige Schäden. Am 2. Mai trifft er auf die Küste Myanmars und sorgt für gewaltige Überschwemmungen im Irrawaddy-Delta, dessen Gebiet teilweise nur einen bis zwei Meter über dem Meeresspiegel liegt. Da das Gebiet überwiegend zum Reisanbau genutzt wird und die meisten Mangrovenwälder abgeholzt sind, können sich die Fluten ohne nennenswerten Widerstand bis zu 40 Kilometer weit ins Landesinnere ausbreiten. Trotz katastrophaler Zustände lehnt die Militärregierung von Myanmar ausländische Hilfe für die Opfer ab.

Ganz anders, nämlich überraschend offen, zeigt sich die chinesische Staatsführung nur wenige Tage später, als am 12. Mai ein Erdbeben in der Provinz Sichuan fast 90.000 Menschen das Leben kostet. Das ganze Land Welle der Solidarität erfasst Unternehmen spenden Millionenbeträge für den Wiederaufbau. Die chinesischen Medien berichten mit ungewohnter Offenheit nicht nur über diese Hilfsbereitschaft und die Katastrophe an sich, sondern auch über zum Beispiel über Fehlschläge bei der Versorgung der Obdachlosen.