Stilikonen von Chanel bis Prada

Stilikonen von Chanel bis Prada
alex|hates / Foter / CC BY-SA

Mode 2009:

Karl Lagerfeld setzt in der Haute Couture mit seiner Herbstkollektion des Hauses Chanel auf das Spiel mit Saumlängen und Schleppen. Sie kommen asymmetrisch, in Kaskaden, als minimaler Schwalbenschwanz, starrer rechtwinkliger Rockanhang oder als allürenhafte überlange Schleppe. Im Prêt-à-porter konzentriert sich Lagerfeld auf das Thema Dandyism und bringt üppige weiße Rüschenkragen und Manschetten, drapiert, ausgefranst und asymetrisch. Er designed das Chanelkostüm ganz in der Tradition von Mademoiselle, z.B. gibt es ein Tweed-Kostüm in Grau mit grüner Bordierung und einem grünen Canotier, dem flachköpfigen, runden Herrenhut (einst aus Stroh) vom Ende des 19. Jahrhunderts. Coco Chanel, als gelebtes Frauenbild und selbst inszenierte Lebensphilosophie eines neuen Zeitgeists kurz vor und während des Ersten Weltkriegs wird (endlich!) durch den Film »Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft« mit Audrey Tautou in der Titelrolle einem breiten Publikum verständlich gemacht.

Prada gilt als die von der Modeindustrie am meisten kopierte Designermarke. Kaum eine Saison gleicht der anderen, das vollkommen Neue scheint Verpflichtung für Miuccia Prada zu sein. Für die Herbst-/Wintersaison sind ihre Hängerkleider, die an römische Legionärskostüme oder die Charleston-Kleider der 1920er Jahre erinnern, und die passenden Schuhe mit Flügeln aus Lederlaschen einprägsame Modelle.