Weltklimagipfel bringt nur Minimalkonsens

Weltklimagipfel bringt nur Minimalkonsens
Die Eröffnungssitzung der COP 15 am 7. Dezember 2009. By SustainUS from United States (COP 15 Opening SessionUploaded by Beria) [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 2009:

Regierungsvertreter aus 192 Staaten nehmen am 7. Dezember in Kopenhagen ihre Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen auf. Doch die USA und China sperren sich gegen weitgehende Verpflichtungen. Das Ergebnis der Beratungen ist nicht viel mehr als eine Absichtserklärung. Um nicht mit leeren Händen wieder abzureisen, bringen 25 Vertreter von Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern eine vage Vereinbarung auf den Weg: Sie bekräftigen ihre Absicht, die Erderwärmung in den kommenden Jahrzehnten auf maximal 2°C zu begrenzen. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, wird allerdings nicht festgelegt. Eine Verringerung der Emissionen schädlicher Treibhausgase, um den Anstieg der Erderwärmung zu begrenzen, gilt als Jahrhundertaufgabe. Schließlich wären Hunderte Millionen Menschen von einer steigenden Erderwärmung betroffen. Selbst mit den aktuellen Klimaschutzzielen der einzelnen Länder steuert die Welt nach Ansicht von Experten auf eine Erwärmung um 3,5°C bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu.