Arbeit und Soziales 1952:

Bescheidener Lebensstandard und hohe Arbeitsmoral

Die insgesamt 23 489 000 Beschäftigten in der Bundesrepublik haben 1952 ihr Auskommen, denn im Gegensatz zu den direkten Nachkriegsjahren reicht jetzt ein Monatsverdienst, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Die durchschnittliche Arbeitszeit beträgt am Tag bei in Industrieunternehmen beschäftigten Arbeitnehmern neun Stunden,

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Über eine Million sind ohne Arbeitsplätze

In der Bundesrepublik Deutschland sind 1952 durchschnittlich 1 651 951 Arbeitslose registriert, das sind 60 000 Menschen weniger als im Vorjahr. Gut 500 000 dieser Menschen sind Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und DDR-Flüchtlinge. Da aufgrund von Wohnungsmangel in Großstädten Zuzugsgenehmigungen schwer erhältlich

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Finanzministerium hilft notleidenden Beamten

Das Bundeskabinett in Bonn beschließt 1952 eine Notstandsmaßnahme für Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes. Während bei den Industriearbeitern bei sinkenden Lebenshaltungskosten und steigenden Gehältern die Kaufkraft steigt, liegen die Gehälter der Beamten knapp 30% unter der Besoldung von 1927.

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Lehrjahre – keine Herrenjahre

1952 sind 307 529 Jugendliche in der Bundesrepublik arbeitslos, das sind gegenüber 1950 nur 164 592 weniger. Der Konkurrenzkampf um Lehrstellen gehört zum Alltag der Heranwachsenden. 70% der Stellen werden in Handwerksbetrieben angeboten, 17% in der Industrie. Eine Studie des Soziologen Helmut

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Schutz für erwerbstätige Mütter

1952 wird das Mutterschutzgesetz aus dem Jahr 1942 novelliert. Neu gegenüber der alten Gesetzgebung ist die Einbeziehung von Heimarbeiterinnen. Außerdem werden Punkte wie Beschäftigungsverbot für werdende und stillende Mütter, Lohnfortzahlung bei Ausfallzeiten durch Schwangerschaft, Wochen- und Stillgeld sowie Strafen bei

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Staat schafft goldenen Boden

Die kleinbetrieblich organisierten Handwerksfirmen in der Bundesrepublik sind meist überaltert, und der allgemein herrschende Materialmangel prägt den Produktionsalltag der Handwerker. Für die zumeist als »Familienbetriebe« geführten Kleinunternehmen wird 1952 durch gesetzgeberische Maßnahmen wie Steuererleichterungen und Investitionshilfen eine Starthilfe beim Wiederaufbau

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