Arbeit und Soziales 1984:

Arbeitslosenzahlen steigen

Hohe Arbeitslosigkeit sowie ihre Ursachen und Folgen sind die beherrschenden Themen der sozialpolitischen Diskussion. Die Arbeitslosenzahlen in der Bundesrepublik erreichen im Januar mit 2,539 Millionen (10,2%) einen neuen Höchstwert seit über 30 Jahren. Dabei liegen Bremen mit 13,6%, das Saarland

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Ursachen der Arbeitslosigkeit:

Als Ursachen für die rückläufigen Beschäftigtenzahlen machen die Arbeitgeber hauptsächlich die seit Mitte der 70er Jahre stagnierende Konjunktur verantwortlich, wohingegen die Gewerkschaften vor allem auf den Strukturwandel in den Schlüsselindustrien (Bergbau, Stahl, Schiffbau) hinweisen. Einen weiteren Grund sehen die Arbeitnehmervertreter

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Gegenmaßnahmen:

Der Versuch der Gewerkschaften, durch eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden mehr Arbeitsplätze zu schaffen, stößt bei dem Sozialpartner auf heftigen Widerstand. Mächtige bundesweite Streiks sind die Folge (<!– 6.7.1984–>). Die Unternehmer setzen bei der Lösung des Problems auf

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Kampf um Sozialabgaben:

Um die ständig steigenden Kosten der Bundesanstalt für Arbeit decken zu können, fordern SPD und Gewerkschaften eine Arbeitsmarktabgabe von Beamten, die jedoch auf Ablehnung bei der Regierungskoalition stößt. Vor allem vor dem Hintergrund der 1983/1984 reduzierten Sozialleistungen durch den Bund

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Prämien für schnelle Rückkehr in die Türkei

Die wachsende Arbeitslosenzahl in der Bundesrepublik führte zu Überlegungen in Bonn, wie eine verstärkte Rückkehr ausländischer Arbeitnehmerfamilien in ihre Heimatländer gefördert werden könne. Nach neuesten Umfragen unter in Deutschland lebenden Türken wollen zwar nur 7,3% der Befragten endgültig in der

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