Bildung 1984:

Leistung ist wieder gefragt

Die bildungspolitischen Reformen der 70er Jahre, die gleiche Bildungschancen für Kinder aus allen Schichten garantieren sollten, scheinen in eine Sackgasse gelangt zu sein. Ursache dafür ist zum einen eine reformpolitische Wende nach dem Wechsel in Bonn, wo 1982 die SPD/FDP-Regierung

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Kehrseite der Reformen:

Die ständig wachsende Zahl von Abiturienten führt zu einer Überfüllung der Hochschulen, zum Anstieg der Zahlen arbeitsloser Hochschulabgänger – man spricht bereits von einer »Akademikerschwemme« – und zu einem verschärften Konkurrenzkampf um die ohnehin geringen Ausbildungsplätze. Immer häufiger bewerben sich

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Bonn baut ab:

Mit Hinweis auf solche Auswirkungen der Reformen und unter dem Vorwand notwendiger Sparmaßnahmen beginnt in diesem Jahr auch der langsame Abbau von Aufgaben der »Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung«, die 1970 durch ein Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern für die

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Streit um Schulsysteme:

Die Gesamtschule gehört zu den umstrittensten Ergebnissen der Bildungsreform. Die Aufhebung der traditionellen Dreiteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium, von den sozialdemokratisch regierten Ländern forciert, stieß von Beginn an auf Widerstand bei der CDU. Sie bemängelt Niveauverlust – nach ihrer

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Leistung soll sich wieder lohnen:

Nach Auffassung konservativer Bildungspolitiker ist die Reformpolitik gescheitert, da sie mit einer Herabsetzung der Leistungsmaßstäbe einherging. Sie setzen auf eine Rückkehr zum Wettbewerb an Schulen und Hochschulen, u.a. über den leistungsabhängigen Teilerlass von Ausbildungsförderungsdarlehen (BAföG). Innerhalb der sog. Elitediskussion plädieren

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