Bildungswesen 1951:

Vorwärts in die Vergangenheit

Das deutsche Bildungswesen, speziell die Hochschulpolitik, wird weit weniger umgestaltet als andere Bereiche der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft. Den alliierten Versuchen, eine Revision der Lehrpläne und eine Verankerung der Hochschule in der Gesellschaft zu erreichen, ist kein großer Erfolg vergönnt. Selbst ehemalige

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Soziale Not: »Bettelstudent« beneidet »Bergbaukrösus«

Das Hauptaugenmerk der Bildungspolitik und -praxis gilt sechs Jahre nach Kriegsende noch immer der Reorganisation. Die Rückkehr zur Normalität, d.h. zu einem geordneten, einheitlichen Schulbetrieb ist noch nicht erreicht. Erschwerend wirkt dabei der sprunghafte Anstieg der Schülerzahlen bei gleichzeitiger Raumnot.

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Föderalistisches Chaos bei Lehrplänen

Die im Grundgesetz verankerte Kulturhoheit der einzelnen Bundesländer verursacht eine »Buntscheckigkeit« der Bildungsziele und Lehrpläne, die letztlich auf dem Rücken der Schulkinder ausgetragen wird und bei Eltern und Lehrern zu Irritationen führt. So kann der Umzug in ein Bundesland mit

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Pädagogische »Schnellbleiche«

Obwohl durch Lehrerzuzug aus den Ostgebieten ein gewisses pädagogisches »Überschusspotenzial« vorhanden ist, fehlt es in vielen Fällen an ausreichender, den neuen Erfordernissen angepasster Qualifikation. Um den steigenden Schülerzahlen zu begegnen, werden deshalb in sog. Lehrerbildungsanstalten Abiturienten zu Lehrern ausgebildet. Bereits

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