Entdeckungen im Jahr 1934

Wissenschaft und Technik 1934:

Künstliche Radioaktivität: Das französische Forscherehepaar Frédéric und Irène Joliot-Curie entdeckt am Institut du radium in Paris die künstliche Radioaktivität durch den Beschuss von Atomen der Elemente Bor und Aluminium mit Alphateilchen.

Molekularstrahlmethode: Der polnisch-US-amerikanische Physiker Isidor Isaac Rabi misst mit der Molekularstrahlmethode den Kernspin beim Natrium und bestimmt magnetische Kernmomente.

Theorie des Betazerfalls: Der italienische Physiker Enrico Fermi, Professor für theoretische Physik in Rom, schafft auf der Grundlage der Neutrinotheorie die Theorie des Betazerfalls (neben dem Alphazerfall eine der beiden Arten des radioaktiven Zerfalls) und führt die »schwachen Wechselwirkungen« in die Atomphysik ein.

Funknavigation »Knickebein«: Der deutsche Ingenieur Hans Plendl erfindet ein System zur zielgenauen Navigation von Flugzeugen bei Nacht. Das System »Knickebein« wird später bei der deutschen Luftwaffe eingesetzt.