Theater 2009:

Erfolg der Regisseure Jürgen Gosch und Christoph Schlingensief

Dass Theaterbesucher im deutschsprachigen Raum zuletzt emotional selten auf ihre Kosten kamen, erklärt vielleicht den großen Erfolg der Regisseure Jürgen Gosch und Christoph Schlingensief, deren Theaterarbeiten das Publikum auch deshalb erschüttern, weil es weiß, dass sie dem Tod abgerungen sind.

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Ein Film und sein Making-of

Kroetz schrieb sein Stück ohne Worte 1971 als »Vorschlag zur Darstellung eines Sachverhalts« mit antikapitalistischer Absicht. Seine Protagonistin, eine alleinstehende Frau mittleren Alters, verbringt ihre einsamen Abende nach einem immergleichen Schema, während im Radio-Wunschkonzert von ihren unerfüllten Sehnsüchten gesungen wird.

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Zweimal Jelinek-Monologe

Von einer klassischen Konfliktdramaturgie, in der Individuen mit- und gegeneinander auf der Bühne agieren, kann bei Elfriede Jelineks Stück »Rechnitz (Der Würgeengel)«, das im November 2008 an den Münchner Kammerspielen in der Inszenierung von Jossi Wieler uraufgeführt wird, ebenso wenig

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Josef K. aufgespalten

Dass im zeitgenössischen Theater das Kollektiv mehr zählt als das Individuum, dafür kann auch Andreas Kriegenburgs Inszenierung des Romanfragments »Der Prozess« von Franz Kafka als Beleg herangezogen werden, das im September 2008 an den Münchner Kammerspielen Premiere hat. Das große

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Britischer Sozialrealismus

Dennis Kelly, dessen »Taking care of Baby (Kindersorgen)« in der Kritikerumfrage zum besten ausländischen Stück des Jahres gekürt wird, setzt auf bewährte Mittel der angelsächsischen Theatertradition. In einer analytischen, aufklärenden Technik, die seinen Stücken immer etwas Kriminalistisches geben, lässt er

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