Wirtschaftlich ist 2007 für Deutschland ein gutes Jahr

Wirtschaft 2007:

Die Konjunktur ist robust, die Steuereinnahmen sprudeln, und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt kräftig. Doch was die Löhne angeht, sehen die Gewerkschaften großen Nachholbedarf. Der monatelange Arbeitskampf zwischen der Deutschen Bahn AG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) liefert einen Vorgeschmack auf die Härte künftiger Tarifauseinandersetzungen.

Die Konjunkturaussichten beginnen sich allerdings im Gefolge der Hypothekenkrise in den USA einzutrüben. Weil dort viele Eigenheimbesitzer die ihnen oft leichtfertig von den Baufinanzierern angedienten Kredite nicht zurückzahlen können, geraten selbst die größten Geldhäuser in Schwierigkeiten. Auch Europa wird von der Krise betroffen, und viele Banker müssen sich vorhalten lassen, dass sie sich auf hochkomplizierte Konstrukte aus riskanten Anlagen eingelassen haben, ohne die damit verbundenen Risiken überblicken zu können.

Tröstlich angesichts solcher Ärgernisse sind Bilder wie die vom Eisbärenbaby Knut, das – von der Mutter verstoßen – durch einen Pfleger mit der Hand aufgezogen wird und dem Berliner Zoo Einlassrekorde beschert. Dem Publikum gefällt es, ebenso wie der siebte und letzte Band der »Harry Potter«-Saga – er endet mit der Erkenntnis, dass der berühmteste Zauberlehrling der Welt auch die Abenteuer des letzten Schuljahres überlebt – und die Documenta in Kassel: Die zwölfte Kunstausstellung unter diesem Titel verzeichnet einen Besucherrekord.