Das Scherflein der Witwe

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100 v. Chr. – 100 n. Chr. Das „Scherflein der Witwe“ ist eine der bekanntesten Münzen der Menschheitsgeschichte. Nach einer Geschichte aus der Bibel beobachten Jesus und seine Jünger wie die reichen Gläubigen Geldopfer bringen. Als aber eine sichtbar arme alte Frau ihre letzte Bronzemünze in den Opferstock legt, sagt er: „Wahrlich, ich sage Euch: Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt. Denn diese haben etwas von ihrem Überfluss zu den Opfern eingelegt, sie aber hat von ihrer Armut alles eingelegt, was sie zum Leben hatte.“ (Lukas 21, 1-4)

Mit Scherflein wird ein Lepton aus Judäa bezeichnet. Es ist eine sog. Scheidemünze, deren Wert dem Wert des enthaltenen Metalls entspricht. Leptone wurde in den Territorien des Römischen Reiches benutzt. Die Bezeichnung steht für unterschiedliche kleine Münzen aus Kupfer oder aus Bronze. In der Bibel-Übersetzung durch Martin Luther wird sie als „Scherflein“ genannt und wird so zum Synonym für etwas Kleines, das aber Großes bewirken oder bedeuten kann.

„Das Scherflein der Witwe“ ist damit ein ganz besonderes historisches Zeugnis.

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