Großbritannien, London: Sechs Monate nach dem Mord an der maltesischen Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia kritisieren über 250 Schriftsteller in einem offenen Brief des Autorenverbandes P.E.N. die schleppende Aufklärung des Verbrechens und richten sich auch an die Europäische Kommission. Die Ermittlungen genügen nicht den internationalen Ansprüchen „von Unabhängigkeit, Unbefangenheit und Effektivität“ und die maltesische Regierung und die Behörden würden auch nichts gegen die regelmäßige „Zerstörung“ des Mahnmals für die Journalistin in Valletta, der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas, unternehmen. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören unter anderem Jennifer Clement, John Ralston Saul, Per Wästberg, Margaret Atwood, Salman Rushdie, Yann Martel, Ian McEwan, Ilija Trojanow, Roswitha Quadflieg, Tanja Kinkel, Carlos Collado Seidel, Michael Krüger, Burkhard Bierschenck, Ursula Krechel, Johano Strasser, Katja Behrens, Carolin Emcke, Christa Schuenke, Sascha Feuchert, Josef Haslinger, Alice Schwarzer, Gert Heidenreich, Franziska Sperr, Heinrich Peuckmann, Jürgen Jankofsky, Petra Morsbach, Nora Bossong, Aslı Erdoğan, Can Dündar und Elif Shafak. In verschiedenen Städten Europas wurden Mahnwachen für Galizia abgehalten.
Russland, Moskau: Russland sperrt den Zugang zu rund 18 Millionen IP-Adressen der Cloud-Dienste von Amazon und Google, um die Umgehung der Sperre des Instant-Messaging-Dienstes Telegram zu unterbinden.
Vereinigte Staaten, New York: Bei der Bekanntgabe der Gewinner der 102. Pulitzer-Preise für Journalisten und Medienunternehmen wird die Zeitung The New York Times in drei Kategorien mit dem ersten Platz bedacht und damit öfter als jedes andere Medium. Den Preis in der Kategorie für Investigativen Journalismus erhält die Washington Post.