17. Juli 1945: Abkommen füllt Machtvakuum

17. Juli 1945: Abkommen füllt Machtvakuum
Februar 1945, Konferenz von Jalta: Winston Churchill, Franklin Roosevelt und Joseph Stalin. See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons

+++ EREIGNISSE VOR 75 JAHREN +++

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Zeitungen zum 17.07.1945
Die Alliierten übernehmen im »Potsdamer Abkommen« die Regierungsfunktionen im militärisch und politisch zerschlagenen Deutschen Reich.

Auf Schloss Cecilienhof bei Berlin treffen sich US-Präsident Harry S. Truman, der sowjetische Staats- und Parteichef Josef Stalin und der britische Premierminister Winston Churchill zu der ersten Konferenz der »Großen Drei« nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Die Alliierten übernehmen im Deutschen Reich die oberste Regierungsgewalt.

Die drei Regierungschefs legen in 13 Verhandlungsrunden bis zum 2. August u.a. die politischen und wirtschaftlichen Grundsätze für die Behandlung des besiegten Deutschen Reiches fest. Frankreich stimmt dem sog. Potsdamer Abkommen mit Vorbehalten am 7. August zu.

Konferenz von Jalta: Kurz vor Kriegsende, vom 4. Februar bis 11. Februar, trafen sich der schwerkranke US-Präsident Franklin D. Roosevelt, Churchill und Stalin im Seebad Jalta auf der Halbinsel Krim. Verhandelt wurde über die künftige Gestalt Europas und die Beendigung des Krieges gegen Japan. Die Ergebnisse im Einzelnen: Die Sowjetunion verpflichtet sich, in den Krieg gegen Japan einzutreten. Frankreich wird gleichberechtigt am Besatzungsregime in Deutschland beteiligt. Die Konferenzteilnehmer befürworten die Einberufung einer Gründungskonferenz der Vereinten Nationen (10.1.1946).