Was geschah im Dezember 1961

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1.12.1961, Freitag

Als Folge des XXII. Parteitags der KPdSU in Moskau bricht eine Kontroverse zwischen den beiden kommunistischen Parteien Italiens und Frankreichs aus.

Der bayerische Landtagspräsident Rudolf Hanauer bekräftigt aus Anlass des 15. Jahrestags der Verabschiedung der bayerischen Verfassung die Ablehnung des Bonner Grundgesetzes von 1949 durch den bayerischen Landtag.

Zum ersten Mal nach dem Ausscheiden aus der Vereinigten Arabischen Republik (VAR) wählt Syrien ein neues Parlament. Die konservativen Parteigänger des vorläufigen Ministerpräsidenten Mahmun al-Kuzbari erringen einen überzeugenden Sieg. Gleichzeitig mit den Wahlen wird der Lösung Syriens aus der VAR zugestimmt.

2.12.1961, Samstag

Zu schweren Zusammenstößen zwischen UNO-Soldaten und Katanga-Gendarmen kommt es in Elisabethville. Inzwischen sind die Mörder von 13 italienischen UNO-Soldaten verhaftet worden.

Mit dem internationalen Friedenspreis der Stadt Lüttich zur Würdigung literarischer Arbeiten über Krieg und Widerstand wird Robert Jungk für sein Buch “Strahlen aus der Asche” ausgezeichnet. Der Preis ist mit 4000 DM dotiert.

3.12.1961, Sonntag

Das Bundeskanzleramt in Bonn verweigert die Annahme eines Briefes der DDR-Regierung mit Vorschlägen über Gespräche zwischen “beiden deutschen Staaten”.

Der Irak werde “nicht um Haaresbreite” von seinen Ansprüchen auf das Ölscheichtum Kuwait abgehen, erklärt der irakische Ministerpräsident Abd Al Karim Kasim in Bagdad.

Das älteste jüdische Gotteshaus in der Bundesrepublik, die aus dem 11. Jahrhundert stammende, 1938 während der “Reichskristallnacht” zerstörte Synagoge in Worms, wird nach dem originalgetreuen Wiederaufbau geweiht.

Der SPD-Politiker und Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Carlo Schmid, einer der “Väter des Grundgesetzes”, wird 65 Jahre alt.

4.12.1961, Montag

Die Delegierten auf der internationalen Laoskonferenz in Genf einigen sich auf ihrer 41. Sitzung auf sechs Punkte einer Neutralitätserklärung für Laos.

Fünf Millionen Volkswagen sind seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Wolfsburg gebaut worden. In einer Ansprache bezeichnet Generaldirektor Heinz Nordhoff das Ereignis als einen der größten industriellen Erfolge, die jemals erzielt worden sind.

Die starken Regenfälle der letzten Tage führen in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz zu Überschwemmungen. Die Weser, die Oker und die Leine sind an mehreren Stellen über die Ufer getreten.

Der US-amerikanische Boxer Floyd Patterson verteidigt seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht durch K. o. gegen Tom McNeely in der vierten Runde in Toronto.

5.12.1961, Dienstag

Die Möglichkeit eines Krieges zwischen Indien und China könne nicht mehr ausgeschlossen werden, erklärt der indische Premierminister Jawaharlal Nehru in einer Rede vor dem Parlament in Neu-Delhi.

In der Bundesrepublik herrschen frühlingshafte Temperaturen. Es ist der wärmste Dezembertag seit 130 Jahren mit Temperaturen um 15 Grad.

Mit einem fahrplanmäßigen Personenzug gelingt einer Gruppe von 25 Bewohnern der DDR die Flucht nach Berlin (West).

Mit einem Appell für einen Rüstungsstopp geht die Vollversammlung des Weltkirchentages in Neu-Delhi, die am 19. November begonnen hatte, zu Ende.

6.12.1961, Mittwoch

In der Aussprache über die Regierungserklärung des Kabinetts Konrad Adenauer bietet der SPD-Politiker Willy Brandt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit der SPD-Fraktion in den grundlegenden Fragen der Deutschland-Politik an.

In Frankreich beginnt eine zehntägige Razzia gegen Anhänger der geheimen rechtsradikalen Organisation OAS, die eine Attentatswelle der Rechtsradikalen zur Folge hat.

Den höchsten Preis, der jemals für ein deutsches expressionistisches Gemälde bezahlt wurde, erzielt im Londoner Auktionshaus Sotheby Oskar Kokoschkas Porträt von Herwarth Walden aus dem Jahr 1910. Es geht für 23 000 Pfund Sterling (rund 250 000 DM) in US-amerikanischen Privatbesitz.

7.12.1961, Donnerstag

Erich Ollenhauer wird wieder zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Heinrich Deist, Fritz Erler und Carlo Schmid werden zu seinen Stellvertretern gewählt.

Der indische Premierminister Jawaharlal Nehru gibt die Zusammenziehung von Truppen an der Grenze zur portugiesischen Enklave Goa bekannt.

8.12.1961, Freitag

Die Wehrpflichtigen in der Bundesrepublik, die am 1. Juli 1961 zur Bundeswehr einrückten, werden die ersten sein, die 18 Monate Grundwehrdienst ableisten müssen. Diese Regelung sieht der schon seit Wochen angekündigte und heute vom Bundeskabinett in einer Sondersitzung verabschiedete Entwurf einer Novelle zum Wehrpflichtgesetz vor.

Zwischen den sechs europäischen Vollmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und den 16 mit ihnen assoziierten afrikanischen Staaten wird in Paris ein neues Assoziierungsstatut vereinbart, durch das die bisherige Zusammenarbeit in erweiterter Form fortgesetzt wird.

9.12.1961, Samstag

Bundeskanzler Konrad Adenauer trifft zu einem Besuch bei dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle in Paris ein. Die Berlin-Frage steht im Mittelpunkt der Konsultationen.

In einer farbenfrohen Zeremonie erhält das britische UNO-Treuhandgebiet Tanganjika (Tansania) die Unabhängigkeit.

10.12.1961, Sonntag

Die ideologischen Auseinandersetzungen zwischen der Sowjetunion und Albanien führen zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten.

Der australische Ministerpräsident Robert Gordon Menzies (67) und seine Liberale Partei gehen als Sieger aus den Wahlen hervor, bei denen rund 5,6 Millionen wahlberechtigte Australier über die Zusammensetzung des Parlaments entscheiden.

In Stockholm und Oslo werden die diesjährigen Nobelpreise verliehen.

Die deutsch-jüdische Dichterin Nelly Sachs vollendet in Stockholm ihr 70. Lebensjahr.

11.12.1961, Montag

Die Außenminister der drei Westmächte und der Bundesrepublik treffen sich in Paris, um über das Vorgehen in der Deutschland- und Berlin-Frage zu beraten.

Adolf Eichmann, der ehemalige Obersturmbannführer, wird in Jerusalem der Verbrechen gegen das jüdische Volk, der Verbrechen gegen die Menschheit, der Kriegsverbrechen und der Zugehörigkeit zu verbrecherischen Organisationen für schuldig befunden.

Über einen Zeitplan für den Abzug der ausländischen Truppen aus Laos einigt sich die in Genf über das Schicksal des hinterindischen Königreichs beratende internationale Konferenz.

12.12.1961, Dienstag

Die Sowjetunion warnt in einer offiziellen Note die österreichische Regierung in Wien vor einem Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Eine Mitgliedschaft in der EWG sei nicht mit der österreichischen Neutralitätspolitik und den Staatsvertrag aus dem Jahr 1955 vereinbar.

In Niedersachsen und im bayerischen Alpenvorland herrscht Hochwasser.

Das Bundeskabinett in Bonn beschliest mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsfest die Zahlung eines Gehaltsvorschusses an aktive Beamte.

Zwei US-Hubschrauberkompanien mit 36 Hubschraubern und 370 Soldaten werden im Hafen der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon ausgeladen.

13.12.1961, Mittwoch

Die Vereinigten Staaten lehnen die britische Forderung nach einem unverzüglichen Waffenstillstand in der Kongo-Provinz Katanga mit der Begründung ab, dass eine Waffenruhe nicht in Frage kommen könne, bevor nicht gewisse Mindestziele der UNO erreicht seien.

Der SPD-Politiker Paul Nevermann wird als 1. Bürgermeister von Hamburg wiedergewählt. Helmut Schmidt wird Innensenator.

14.12.1961, Donnerstag

Die verfassunggebende Versammlung in der syrischen Hauptstadt Damaskus wählt Nazim al-Qudsi, das führende Mitglied der ehemaligen Volkspartei, zum Präsidenten. Qudsi strebt eine Politik der Bündnislosigkeit an.

Zum schweizerischen Bundespräsidenten für 1962 wird Paul Chaudet, bisher Leiter des Verteidigungsdepartements, gewählt. Der Präsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft wird alljährlich Mitte Dezember aus dem Kreis der sieben Departementsleiter (Minister) gewählt.

In Berlin (West) erlebt der US-Spielfilm “Das Urteil von Nürnberg” von Stanley Kramer (Maximilian Schell erhält 1962 für seine Hauptrolle den Oscar) seine deutsche Erstaufführung.

15.12.1961, Freitag

Der ehemalige SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann wird von einem israelischen Sondergericht in Jerusalem zum Tode verurteilt. Das Urteil wird erst im Mai 1962 vollstreckt.

In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Ministerrats der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) empfängt Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard in Bonn die Botschafter Schwedens, Österreichs und der Schweiz, die ihm die Anträge ihrer Länder auf Assoziierung mit der EWG überreichen.

Die US-amerikanischen Gewerkschaften werden dem Appell des US-Präsidenten John F. Kennedy, sich im Interesse einer Gesundung der Wirtschaft in Lohnfragen zurückzuhalten, nicht folgen. Einstimmig nehmen die Delegierten des US-amerikanischen Gewerkschaftsbundes in Bal Harbour/Florida entsprechende Resolutionen an.

16.12.1961, Samstag

Rund 15 000 Menschen befinden sich in Somalia auf der Flucht vor Überschwemmungen, die bisher mehr als 40 Ortschaften überspült haben.

In den US-amerikanischen Staaten Georgia und Louisiana kommt es erneut zu Demonstrationen gegen die Rassentrennung.

Der Paketstrom aus der Bundesrepublik in die DDR fließt trotz der verschärften Bestimmungen der DDR-Regierung unvermindert weiter. Wie die zuständigen Stellen in Braunschweig mitteilen, sind die Interzonen-Postzüge Helmstedt- Berlin und Helmstedt- Magdeburg mit täglich insgesamt mehr als 100 Postwaggons ausgelastet. Im Tagesdurchschnitt werden 250 000 Päckchen und Pakete registriert.

Bei dem Brand eines Zirkuszeltes in Niteroi bei Rio de Janeiro in Brasilien kommen über 320 Menschen ums Leben.

18.12.1961, Montag

Indische Truppen marschieren mit Unterstützung der Luftwaffe in die portugiesische Enklave Goa ein. Die indischen Kriegsschiffe sind in Alarmbereitschaft gesetzt.

In einer Sondersitzung des Weltsicherheitsrates in New York wird die Klage Portugals gegen Indien erörtert. Die Regierung in Lissabon verlangt die Räumung seiner Besitzungen in Goa, Diu und Daman durch die indischen Truppen. Die Sowjetunion, die Indiens Vorgehen begrüßt, legt sofort Einspruch gegen die Beschwerde Portugals ein.

Die Laoskonferenz in Genf verabschiedet den Entwurf einer Neutralitätserklärung für das hinterindische Königreich.

Etwa in jedem dritten Unternehmen in der Bundesrepublik wird eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Das ergibt eine Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie. Rund 84% aller Arbeiter und Angestellten erhalten von ihrer Firma ein Weihnachtsgeld. 12% aller Bundesbürger werden Weihnachten keinen Tannenbaum aufstellen.

19.12.1961, Dienstag

Als letztes Land der Bundesrepublik hat Rheinland-Pfalz die Schulgeldfreiheit eingeführt.

Der SPD-Politiker Willy Brandt verzichtet auf sein Bundestagsmandat um Berlins Regierender Bürgermeister zu bleiben.

20.12.1961, Mittwoch

Die beiden Gegner im Kongo (Zaire), Ministerpräsident Cyrille Adoula und Katanga-Präsident Moise Tschombé treffen im UNO-Stützpunkt Kitona an der Mündung des Kongo-Flusses zu einer Besprechung über die Zukunft des afrikanischen Landes zusammen.

Mit 90 gegen drei Stimmen bei zwei Enthaltungen verurteilt die Vollversammlung der Vereinten Nationen Portugal wegen seiner Weigerung, der UNO Informationen über seine Kolonialgebiete zu geben. Gegen die Verurteilung stimmen Portugal, Südafrika und Spanien. Bolivien und Frankreich enthalten sich der Stimme.

Der deutsche CDU-Politiker Walter Hallstein bleibt nach seiner Wiederwahl für weitere zwei Jahre Präsident der EWG-Kommission.

Das Kuratorium Unteilbares Deutschland fordert alle Deutschen auf, am Heiligabend um 19 Uhr Kerzen in die Fenster zu stellen. In einem Aufruf heißt es: “Das Licht der Hoffnung darf nicht ausgehen. Es wird nicht erlöschen, wenn Deutsche und Deutsche sich nicht voneinander trennen lassen.”

Sieben Monate nach der Gründung der Volkswagen-Stiftung einigen sich das Land Niedersachsen und der Bund nunmehr auch über die personelle Besetzung des 14köpfigen Kuratoriums, das künftig in alleiniger Verantwortung über die Verteilung der Stiftungsgelder entscheiden wird.

21.12.1961, Donnerstag

Katanga-Präsident Moise Tschombé vereinbart mit dem Ministerpräsidenten der kongolesischen Zentralregierung, Cyrille Adbula, die Anerkennung der Kongo-Verfassung durch Katanga.

Zu wichtigen Gesprächen über aktuelle Weltprobleme treffen US-Präsident John F. Kennedy und der britische Premierminister Harold Macmillan auf den Bermuda-Inseln zusammen.

Für 14,3 Millionen Arbeitnehmer haben die DGB-Gewerkschaften nach ihren Angaben in diesem Jahr Lohn- und Gehaltsverbesserungen von durchschnittlich 10,5% erreicht.

Der niedersächsische Ministerpräsident Hinrich Wilhelm Kopf (SPD) stirbt in Göttingen. Sein Nachfolger wird am 28. Dezember der SPD-Politiker Georg Diederichs.

22.12.1961, Freitag

Der indonesische Präsident Achmed Sukarno erhebt Ansprüche auf das benachbarte niederländische Territorium Westneuguinea.

23.12.1961, Samstag

Das erste Bühnenstück des deutschen Schriftstellers Heinrich Böll “Ein Schluck Erde”, hat in Düsseldorf Premiere.

Beim Sturz eines Eisenbahnwagens in eine Schlucht bei Catanzaro (Süditalien) sterben mehr als 70 Menschen.

24.12.1961, Sonntag

Seinen Wunsch nach einer Sicherung des Weltfriedens bringt Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Weihnachtsansprache zum Ausdruck.

In der Bundesrepublik herrscht Frostwetter mit leichten Schneefällen.

25.12.1961, Montag

Das britische Verteidigungsministerium versetzt 300 Angehörige der Streitkräfte, die in Aden stationiert sind, in Alarmbereitschaft. Grund ist die erneute Bekräftigung des Irak, Ansprüche auf das Ölscheichtum Kuwait am Persischen Golf geltend zu machen.

Papst Johannes XXIII. beruft für 1962 ein ökumenisches Konzil der katholischen Kirche ein.

26.12.1961, Dienstag

Die Regierung der Kongo-Provinz Katanga hat sich dem Ultimatum des kongolesischen Ministerpräsidenten Cyrille Adoula gefügt und die Entsendung von Parlamentariern nach Léopoldville (Kinshasa) bekanntgegeben.

Der Führer des linken Flügels der rechtsstehenden Volkspartei in Syrien, Maruf ad-Dawalibi, bildet ein Koalitionskabinett, in dem alle gemäßigten Rechtsparteien sowie sieben Unabhängige vertreten sind.

Der US-amerikanische Schriftsteller Henry Miller wird in Kalifornien 70 Jahre alt.

27.12.1961, Mittwoch

Glatteis und Schneeglätte erschweren den Straßenverkehr in vielen Teilen der Bundesrepublik erheblich. Mehrere Binnenwasserstraßen werden gesperrt.

Belgien und die Republik Kongo (Zaire) nehmen nach 17 Monaten wieder diplomatische Beziehungen auf.

Die britische Regierung setzt angesichts der anhaltenden Spannungen wegen Kuwait Flottenverstärkungen in das Gebiet des Persischen Golfs in Marsch.

28.12.1961, Donnerstag

Gegen die Truppenbewegungen Großbritanniens im Zusammenhang mit der Kuwait-Krise protestiert der Irak beim Weltsicherheitsrat in New York.

Die Nacht des Leguan” des US-amerikanischen Schriftstellers Tennessee Williams wird am Royale-Theater in New York uraufgeführt.

29.12.1961, Freitag

Der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) trifft sich in der belgischen Hauptstadt Brüssel zu ergebnislosen Verhandlungen über die Einbeziehung der Agrarpolitik in die EWG.

Die am 27. Dezember in der laotischen Hauptstadt Vientiane begonnene Konferenz der drei gegnerischen laotischen Prinzen Bun Um, Suvannavong und Suvanna Phuma scheitert.

Der Eisenbahnverkehr zwischen Berlin und dem Bundesgebiet hat im Jahr 1961 um 20% gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Die Zuwachsrate beim Eisenbahnverkehr im Bundesgebiet betrug nur 2%, wie die Deutsche Bundesbahn mitteilt.

Der spanische Cellist Pablo Casals wird 85 Jahre alt.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund dringt auf eine Reform des Besoldungsgesetzes für die Beamten. Vordringlich seien eine Aufbesserung der Bezüge der Beamten des einfachen und mittleren Dienstes und die Einführung eines 13. Monatsgehaltes.

31.12.1961, Sonntag

Im Libanon wird der Putschversuch einer rechtsradikalen Gruppe niedergeschlagen.

Der katholische Bischof von Berlin Alfred Bengsch, meint in seiner Silvesterpredigt in Berlin (West), das Jahr 1961 sei trotz vieler Enttäuschungen ein Jahr des Heils und eine Zeit der Gnade gewesen. “Die Hand Gottes kann schwer auf uns ruhen, aber es ist die Hand des Vaters”, sagt Bengsch.