Was war heute vor 20 Jahren



Ereignisse vor genau 20 Jahren: 2002

Was passierte heute vor 20 Jahren?

20.5.2002

Dili: Nach mehr als 400 Jahren portugiesischer Kolonialherrschaft und 25 Jahren indonesischer Unterdrückung proklamiert Osttimor seine Unabhängigkeit und wird aus der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen (UNTAET) entlassen . Die 800 000 Einwohner im Ostteil der Pazifikinsel Timor feiern ihre Freiheit überschwänglich. Die neue Demokratische Republik Osttimor ist eines der ärmsten Länder weltweit . Osttimors erster Präsident ist der bereits im April gewählte frühere Unabhängigkeitskämpfer José Alexandre "Xanana" Gusmão, der zur Versöhnung mit Indonesien aufruft . Neben mehr als 800 Regierungsvertretern und hohen Beamten aus über 90 Ländern nimmt auch die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri an den Feiern teil.

20.5.2002

Jerusalem: Der israelische Regierungschef Ariel Scharon entlässt vier Minister der ultra-orthodoxen Schas-Partei. Die Partei hatte den von Scharon vorgelegten Sparmaßnahmen die Zustimmung verweigert, mit denen die verstärkten Militärausgaben finanziert werden sollen. Am selben Tag sprengt sich im Norden Israels erneut ein Selbstmordattentäter in die Luft. Es gibt keine weiteren Opfer.

20.5.2002

Washington: Die USA halten an dem Handelsembargo gegen Kuba vorerst fest. In seiner Grundsatzrede zur Kuba-Politik sagt US-Präsident George W. Bush, das Embargo werde aufrecht erhalten, bis Kuba zeige, dass es auf dem Weg zur Demokratie sei. Dazu gehörten freie Wahlen und grundlegende marktwirtschaftliche Reformen. Zugleich verspricht Bush Erleichterungen im humanitären Bereich und die Wiederaufnahme des Briefverkehrs zwischen den beiden Ländern.

20.5.2002

Tokio: Auf der Jahrestagung der Internationalen Walfang-Kommission ( IWC) müssen die Befürworter des kommerziellen Walfangs gleich zu Beginn eine Schlappe einstecken. Die Mitglieder weisen den Antrag der größten Walfang-Nation, Island, auf Wiederaufnahme zurück. Zuvor hatte Japan die 48 IWC-Staaten dazu aufgefordert, die nachhaltige Nutzung von Walen und anderen Meeresressourcen zu erlauben. Seit 1986 gilt ein Verbot des kommerziellen Walfangs.

20.5.2002

Beirut: Bei der Explosion einer Autobombe in der libanesischen Hauptstadt Beirut wird Dschihad Dschibril, der Sohn des radikalen Palästinenserführers Ahmed Dschibril, getötet. Der Vater des Ermordeten leitet seit vielen Jahren die Organisation "Volksfront für die Befreiung Palästinas - Generalkommando". Zu dem Anschlag bekennt sich am folgenden Tag eine bislang unbekannte Organisation "Bewegung der libanesischen Nationalisten".
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