Was geschah im März 1936

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1.3.1936, Sonntag

Der Generalsekretär der sowjetischen KPdSU, Josef W. Stalin, verspricht der Mongolischen Volksrepublik im Fall eines japanischen Angriffs den militärischen Beistand der Sowjetunion.

In Leipzig wird die internationale Frühjahrsmesse eröffnet (sie dauert bis 9. 3. 1936), auf der 8163 Firmen aus dem In- und Ausland ihre neuesten Produkte zeigen.

Die französischen Feinschmecker beschließen, Georges Auguste Escoffier, dem Erfinder der modernen Kochkunst, in Villeneuve-Loubet ein Denkmal zu errichten. Es wird das erste Monument sein, das einen Küchenmeister ehrt.

Reichsverkehrsminister Paul Freiherr Eltz von Rübenach führt von Berlin aus das erste Fernseh-Telefongespräch.

Der von Erich Engels gedrehte Film “Mädchenjahre einer Königin” mit Jenny Jugo in der Hauptrolle wird in Berlin uraufgeführt.

2.3.1936, Montag

Die USA und Panama schließen in Panama einen Vertrag, der die Rechte des mittelamerikanischen Landes in der seit 1903 von den USA verwalteten Kanalzone erweitert.

Im Fußball-Endspiel um den Bundespokal trennen sich die Vertretungen des Südwestens und Sachsens in Frankfurt am Main 2:2 nach Verlängerung. Das Wiederholungsspiel findet erst Anfang 1937 statt.

In einer Geheimkonferenz in Berlin gibt der Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, seinen Entschluss bekannt, deutsche Truppen am 7. März in das laut den Bestimmungen der Verträge von Versailles und Locarno entmilitarisierte Rheinland zu entsenden.

3.3.1936, Dienstag

Die sowjetischen Bauern werden per Regierungs-Erlass verpflichtet, unbezahlten Straßenbaudienst zu leisten.

Der Kriegsfilm “Im Trommelfeuer der Westfront” (Regisseur: Charles Willy Kayser) hat in Berlin Premiere.

Der Film “Der sterbende Schwan”, das Tanzgedicht der russischen Tänzerin Anna Pawlowa, wird in London uraufgeführt.

4.3.1936, Mittwoch

Auf der Oderbruchbahn in der Mark Brandenburg wird der erste Anthrazitgas-Triebwagen getestet.

lm Weißen Saal der Polizeidirektion München wird die Ausstellung “Entartete Kunst” eröffnet (sie dauert bis 31. 3.).

In Friedrichshafen am Bodensee startet das Luftschiff LZ 129 “Hindenburg” zu seinem ersten Probeflug.

Auf der vom deutschen Reichsinnenminister Wilhelm Frick veröffentlichten neuen Ausbürgerungsliste befinden sich u.a. die Namen des Schriftstellers Arnold Zweig und des sozialdemokratischen Politikers Kurt Schumacher.

5.3.1936, Donnerstag

Der Schweizer Außenminister Giuseppe Motta erklärt in Genf, dass ein weiterer Verbleib seines Landes im Völkerbund bei einem möglichen Austritt Italiens aus dieser Organisation äußerst ungewiß sei.

Auf der Welt sind rund 36,6 Millionen Telefonapparate installiert, mit denen jährlich etwa 50 Milliarden Gespräche geführt werden.

6.3.1936, Freitag

Am Nachmittag wird amtlich bekanntgemacht, dass der Reichstag “auf morgen, Samstag mittag, 12.00 Uhr”, einberufen worden ist. Einziger Tagesordnungspunkt ist die “Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung”.

Die Reichsregierung fordert die deutsche Wirtschaft, die Bauern und alle zuständigen Behörden zur Mitarbeit bei der Einstellung von 1,3 Millionen Jugendlichen auf, die Ostern die Schule verlassen und eine Lehrstelle suchen.

7.3.1936, Samstag

Seit dem frühen Morgen rücken deutsche Truppen in die aufgrund des Versailler Vertrages von 1919 und des Locarno-Vertrages von 1925 entmilitarisierte Zone des Rheinlands ein; sie sollen die deutsche Wehrhoheit wiederherstellen.

Der polnische Geiger Bronislaw Hubermann beklagt in einem offenen Brief an die britische Zeitung “Manchester Guardian” das Schweigen und Duckmäusertum deutscher Geistesführer “von der internationalen Bewegungsfreiheit und Bedeutung eines Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler, Gerhart Hauptmann, Werner Krauss, Georg Kolbe, Ferdinand Sauerbruch, Eugen Fischer, Max Planck u.a.”

8.3.1936, Sonntag

In einer Rundfunkansprache an das französische Volk protestiert Ministerpräsident Albert Sarraut gegen die Rheinlandbesetzung und gegen den mit ihr verbundenen Bruch des Locarno-Vertrags. Die Truppenstärke an der französischen Ostgrenze wird erhöht.

Anlässlich des Heldengedenktags dankt Reichskriegsminister Werner von Blomberg beim Staatsakt in der Berliner Oper Unter den Linden dem Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, im Namen der Wehrmacht für den Einmarsch deutscher Truppen in die entmilitarisierte Zone des Rheinlandes.

9.3.1936, Montag

Vor dem Unterhaus (“House of Commons”) des britischen Parlaments spricht Außenminister Anthony Eden sein Bedauern über die einseitige Aktion des Deutschen Reiches in der Rheinlandfrage aus. Das deutsche Vorgehen kompliziere und verschärfe die internationale Lage und habe das Vertrauen in jede Verpflichtung, welche die deutsche Regierung in Zukunft übernehmen könnte, aufs tiefste erschüttert.

Mit dem Besuch des tschechoslowakischen Ministerpräsidenten Milan Hodža in Wien beginnt eine Phase der engen Zusammenarbeit zwischen Österreich und der CSR.

10.3.1936, Dienstag

ln Paris beginnen zweitägige Beratungen der Locarno-Vertragsstaaten (Belgien, Frankreich, Großbritannien, Polen, CSR) – jedoch ohne das Deutsche Reich. Dabei zeigt sich zwischen der britischen und französischen Haltung zur deutschen Rheinlandbesetzung ein Gegensatz: Während Großbritannien einen Unterschied zwischen dem Angriff auf ein anderes Land und der Besetzung eigenen Staatsgebietes machen will, betont Frankreich, dass die Schutz- und Beistandsgarantien des Locarno-Vertrags von 1925 auch für die Verletzung der entmilitarisierten Rheinlandzone gelten müssen.

Der Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, ordnet die Aufstellung eines Nationalsozialistischen Reiterkorps (NSRK) an. Alle 18- bis 20-Jährigen SS-Mitglieder müssen dem Reiterkorps angehören.

Propagandaminister Joseph Goebbels eröffnet in der Berliner Deutschlandhalle den Reichstags-Wahlkampf.

Einer Untersuchung des britischen Gesundheitsamtes zufolge sind Herzerkrankungen die häufigste Todesursache in Europa.

11.3.1936, Mittwoch

ln einem Presseinterview erklärt der deutsche Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, dem britischen Journalisten Ward Price, das Deutsche Reich wolle Nichtangriffspakte im Westen und im Osten (Österreich und die CSR eingeschlossen) unterzeichnen. Das Reich sei bereit, in den Völkerbund zurückzukehren, allerdings in der Erwartung, dass seine koloniale Gleichberechtigung hergestellt werde.

Der Ufa-Film “Die letzten Vier von Santa Cruz”, der unter Regisseur Werner Klingler entstanden ist, wird in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen sind Beppo Brehm und Irene von Meyendorff zu sehen.

12.3.1936, Donnerstag

Die Locarno-Mächte (ohne Deutschland), die ihre Verhandlungen von Paris nach London verlegt haben (um Großbritanniens Vermittlerrolle und eine eventuelle Teilnahme des Reiches zu erleichtern), verurteilen den Einmarsch deutscher Truppen ins Rheinland. Der britische Außenminister, Anthony Eden, schlägt dem Reich vor, deutsche Truppen bis auf einen symbolischen Rest wieder aus dem Rheinland zurückzuziehen. Deutschland lehnt diesen Vorschlag in einer Stellungnahme ab, sagt aber zu, keine weiteren Truppen nachrücken zu lassen.

Der von Werner Hochbaum gedrehte Film “Der Favorit der Kaiserin”, eine historische Komödie um die Zarin Elisabeth von Russland, wird in Berlin uraufgeführt. Die Hauptrollen spielen Olga Tschechowa und Anton Pointer.

Das Hoheitszeichen der NSDAP wird auch Hoheitszeichen des Deutschen Reiches.

13.3.1936, Freitag

Für das Sommersemester 1936 werden an den Universitäten der deutschen Großstädte die Höchstziffern der Studienplätze neu, und zwar im allgemeinen niedriger als im Vorjahr, festgesetzt.

14.3.1936, Samstag

In London tritt der Völkerbundsrat zusammen, das Deutsche Reich wird eingeladen, als Unterzeichner des Versailler Vertrages und des Locarno-Vertrages an den Sitzungen des Rates teilzunehmen, um Beschlüsse über den deutschen Einmarsch in die entmilitarisierte Rheinlandzone mitzutragen.

In den spanischen Städten Cadiz, Granada, Madrid und Toledo kommt es zu politisch motivierten Streiks und zum Teil schweren, von den Kommunisten entfachten Straßenschlachten gegen Polizei und Faschisten. In Madrid werden von Demonstranten u.a. zwei katholische Kirchen eingeäschert.

Der Führer der spanischen Faschistenpartei, José Antonio Primo de Rivera, wird verhaftet, weil seine Partei als illegal bezeichnet wird.

15.3.1936, Sonntag

Der Österreicher Josef Bradl stellt bei der ersten Skiflugwoche auf der Großschanze im jugoslawischen Planica mit 101,5 m einen neuen Weltrekord auf.

In Budapest unterliegt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der ungarischen Auswahl 2:3.

Die deutsche Polizei startet eine Aufklärungskampagne, mit der die Bevölkerung durch Vorträge im Rundfunk und durch Kurzfilme im Kino auf kriminelle Gefahren aufmerksam gemacht wird.

Das Deutsche Reich nimmt die Einladung des Völkerbundsrates zur Teilnahme an den Londoner Verhandlungen über die Rheinlandbesetzung grundsätzlich an, macht die Entsendung deutscher Delegierter jedoch von unverzüglich aufzunehmenden Verhandlungen über Vorschläge zur allgemeinen Friedenssicherung abhängig.

ln Berlin hat der US-amerikanische Spielfilm “Gold nach Singapore” von Tay Garnett Premiere; in den Hauptrollen sind Jean Harlow und Clark Gable zu sehen.

16.3.1936, Montag

Zum ersten Jahrestag der “Wiedergeburt der deutschen Wehrhoheit” verleiht der Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, der Wehrmacht Truppenfahnen und stiftet Auszeichnungen für langjährige treue Dienste.

Die Sitzung des Völkerbundsrates in London wird ergebnislos abgebrochen, für Sanktionen gegen das Deutsche Reich wegen der Rheinlandbesetzung konnte keine Mehrheit gefunden werden.

17.3.1936, Dienstag

Im Unterhaus (“House of Commons”) des britischen Parlaments wird von einer neu entwickelten U-Boot-Abwehrwaffe berichtet, deren elektrische Strahlen angeblich nahezu jedes Unterseeboot ausfindig machen können.

Die Spielbank von Monte Carlo gibt bekannt, dass in den letzten zwölf Monaten die Bank insgesamt 22mal gesprengt worden ist.

ln Dublin verliert die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft gegen die der Iren 0:1.

18.3.1936, Mittwoch

Der vom Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, zum Sonderbotschafter ernannte Joachim von Ribbentrop fliegt zu Gesprächen mit den Mitgliedern des Völkerbundsrates über die Rheinlandfrage nach London.

Der sowjetisch-türkische Freundschafts- und Beistandspakt vom 16. März 1916 wird um zehn Jahre verlängert.

19.3.1936, Donnerstag

Mit einem Memorandum fordern die auf der Londoner Sitzung des Völkerbundrates anwesenden Vertreter der Locarno-Signatarstaaten (Belgien, Frankreich, Großbritannien und Italien) das Deutsche Reich zur unverzüglichen Aufnahme von Verhandlungen über eine Revision der Rheinlandbestimmungen des Locarno-Vertrages auf.

Vor dem Völkerbundsrat in London versucht der deutsche Sonderbotschaft Joachim von Ribbentrop das Vorgehen des Reiches im Rheinland zu rechtfertigen. Dennoch spricht der Rat das Deutsche Reich schuldig durch den Einmarsch seiner Truppen in das Rheinland den Artikel 43 des Versailler Vertrages gebrochen zu haben.

20.3.1936, Freitag

Von heute bis zum 20. April 1936 wird der Jahrgang 1926 in das Jungvolk der Hitlerjugend aufgenommen; für Jungen beträgt die Probezeit zwei bis sechs Monate, für Mädchen drei Monate. In dieser Zeit haben Jungen und Mädchen einen Heimnachmittag pro Woche, Jungen zwei Fahrten oder Wanderungen und zwei Appelle monatlich, Mädchen zwei Appelle in drei Monaten zu absolvieren.

21.3.1936, Samstag

Die Aktion Kraft durch Freude (KdF) gibt bekannt, dass sie in den nächsten Jahren fünf Seebäder für je 20 000 erholungsuchende Arbeiter einrichten werde.

Ernst Reclam, der Seniorchef des Leipziger Verlages Philipp Reclam jun., begeht seinen 60. Geburtstag.

22.3.1936, Sonntag

Abessinien (Äthiopien) protestiert beim Völkerbund gegen italienische Bombenangriffe auf Rote-Kreuz-Ambulanzen im Lande.

Der britische Fliegerleutnant Timothy Rose stellt auf der Strecke London- Kapstadt- London einen neuen Distanzflugrekord auf. Für den Hinflug benötigt er 3 Tage, 17 Stunden und 38 Minuten, auf dem Rückflug ist er 6 Tage, 6 Stunden und 37 Minuten unterwegs.

23.3.1936, Montag

Im Unterhaus (“House of Commons”) des britischen Parlaments wird die Abschaffung der Kindersklaverei in der britischen Kronkolonie Hongkong gefordert.

24.3.1936, Dienstag

Der neue britische Riesendampfer “Queen Mary” der Cunard-Line sticht von der Werft an der Clydebank in der Nähe der Stadt Glasgow zu seiner Jungfernfahrt nach Southampton in See.

Messungen italienischer Wissenschaftler haben ergeben, dass sich der Schiefe Turm von Pisa nicht mehr wie bisher um durchschnittlich 1 mm pro Jahr neigt, sondern neuerdings sogar um 2 mm.

Der deutsche Automobilrennfahrer Hans Stuck stellt auf der Autobahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg fünf Geschwindigkeits-Weltrekorde auf.

25.3.1936, Mittwoch

ln einer Wahlkampfrede in Berlin ordnet der Führer und Reichskanzler, Adolf Hitler, die Bildung eines Fliegergeschwaders an.

In London unterzeichnen Frankreich, Großbritannien und die USA ein Abkommen zur Begrenzung der Kriegsflotten, das gegenseitigen Informationsaustausch über neue Flottenbauvorhaben und eine Begrenzung der Tonnage und der Geschützkaliber vorsieht.

Die Sowjetunion und Afghanistan verlängern den 1926 geschlossenen Neutralitäts- und Beistandspakt um zehn Jahre.

26.3.1936, Donnerstag

Auf Anordnung des Reichskriegs- und des Reichsinnenministeriums erhalten die deutschen Soldaten neue Wehrpässe.

Auf der Kohletagung in Essen wird auf die herausragende Bedeutung der Kohle für die deutsche Energiewirtschaft hingewiesen. Die Reichsbahn deckt ihren Energiebedarf zu 95% mit Kohle.

Zur Belebung des Fremdenverkehrs wird in Italien eine Reise-Lira eingeführt, deren Wertverhältnis zu ausländischen Währungen ständig den Kursschwankungen angepaßt wird.

Das in den USA und Großbritannien gebildete jüdische Flüchtlingshilfswerk wird in den nächsten vier Jahren jährlich 25 000 jungen Juden zur Flucht aus dem Deutschen Reich verhelfen.

27.3.1936, Freitag

Wegen der von den Verwaltungsbehörden der britischen Kolonien in Afrika erlassenen strengen Jagdgesetze ist es in Uganda zu einer Elefantenplage gekommen. Rund 20 000 Elefanten haben der Landwirtschaft schwere Schäden zugefügt.

Die Kunstsammlung des US-amerikanischen Industriellen Henry Clay Frick mit Meisterwerken von Tizian, Rembrandt, Diego Velazquez und Jan Vermeer wird in New York der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Stadt Bad Hersfeld feiert ihr 1200-Jähriges Bestehen.

In Liverpool endet das Grand National Steeplechase, das schwerste Hindernisrennen der Welt, mit einem Sieg des favorisierten Wallachs Reynoldstown unter Jockey Fred Walwyn.

28.3.1936, Samstag

Mit dem als “Deutscher Volkstag für Ehre, Freiheit und Frieden” propagierten Abschlusstag endet ein von den nationalsozialistisch gelenkten Medien in bisher nicht gekannter Weise unterstützter Wahlkampf. Ab 18.30 Uhr werden in allen deutschen Städten Aufmärsche veranstaltet, ab 19.50 Uhr läuten Glocken “mit ehernem Mund” den Friedensappell des Führers und Reichskanzlers, Adolf Hitler, im Kölner Gürzenich ein.

29.3.1936, Sonntag

Bei der deutschen Reichstagswahl wählen 99% der Stimmberechtigten die NSDAP – so lautet das offizielle Ergebnis der Stimmenauszählung und bekunden damit zugleich ihre Zustimmung zu Adolf Hitlers Rheinlandpolitik.

SS-Wachverbände, deren Aufgabe die Bewachung der Konzentrationslager im Deutschen Reich ist, werden in SS-Totenkopf-Verbände umbenannt.

Die Bauarbeiten am olympischen Dorf in Döberitz bei Berlin sind abgeschlossen.

30.3.1936, Montag

Schulische Förderung, Auszeichnungen und Stipendien sollen künftig den Mitgliedern der Hitlerjugend vorbehalten bleiben.

Mit dem Gesetz zur Änderung des Finanzausgleichs wird die Beteiligung der Länder an der Einkommen-, Körperschafts- und Umsatzsteuer aufgehoben.

Das deutsche Luftschiff LZ 129 “Hindenburg” startet von Friedrichshafen am Bodensee zu seiner ersten Südamerikareise nach Rio de Janeiro.

31.3.1936, Dienstag

Nach zweijähriger Suche ist der neue Dalai Lama, ein zweijähriger Bauernsohn, ermittelt und wird in der tibetischen Hauptstadt Lhasa auf den Thron gehoben.

Die deutsche Reichsfilmkammer erlässt zur Reorganisation der Arbeit in der Filmindustrie Richtlinien, die auf eine gleichmäßige Auslastung der Studios zielen.

An der Dresdener Staatsoper wird die Oper “Der verlorene Sohn” von Robert Heger uraufgeführt.