Was geschah im Januar 1989

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1.1.1989, Sonntag

Der israelische Finanzminister Shimon Peres legt ein Sparprogramm vor, das die Inflationsrate senken und das Wirtschaftswachstum beleben soll. Vorgesehen sind u.a. der Wegfall von Subventionen für Grundnahrungsmittel, aber auch Etatkürzungen in den Bereichen Verteidigung, Erziehung, Gesundheit und Wohnungsbau.

Nach einem Bericht der “New York Times” haben westdeutsche Firmen am Bau einer Chemiefabrik zur Herstellung von Giftgas in der libyschen Stadt Rabta mitgewirkt.

Ein Fährunglück vor der Küste Guatemalas fordert mindestens 83 Menschenleben.

Mit Jahresbeginn werden in der Bundesrepublik Deutschland Neuregelungen im Bereich Arbeit und Soziales sowie im Steuerrecht wirksam, darunter eine zehnprozentige Besteuerung von Zinserträgen (Quellensteuer), Einschränkungen bei der Arbeitsförderung sowie eine Reform des Gesundheitswesens.

Das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Kanada tritt in Kraft. Es soll die nordamerikanische Wirtschaft gegenüber dem europäischen Markt stärken.

2.1.1989, Montag

Nach fast dreiwöchiger Zwangspause nehmen die Bundesluftwaffe und die alliierten Streitkräfte in der Bundesrepublik die Tiefflugübungen wieder auf.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften warnt in Bonn vor der zunehmenden Verbreitung von rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Computerspielen.

Der mit rund 28 500 DM dotierte österreichische Staatspreis für europäische Literatur wird dem polnischen Schriftsteller Andrzej Szczypiorski zuerkannt.

Im von einem Bürgerkrieg erschütterten Sri Lanka wird Ranasinghe Premadasa als neuer Staatspräsident vereidigt.

3.1.1989, Dienstag

Abgesandte der von Algerien unterstützten Organisation FPOLISARIO, die für einen eigenen Staat in der Westsahara kämpft, treffen erstmals zu Gesprächen mit dem marokkanischen König Hasan II. zusammen, um über den seit Jahren andauernden Konflikt zu beraten.

4.1.1989, Mittwoch

Zwei US-amerikanische Militärmaschinen schießen über internationalen Gewässern im Mittelmeer zwei libysche MiG-23 ab.

Mehrere hundert afrikanische Studenten treten in Peking – wie schon ihre Kommilitonen in anderen chinesischen Städten – in einen Vorlesungsstreik. Sie werfen den Chinesen Rassendiskriminierung vor.

5.1.1989, Donnerstag

Die argentinische Regierung verhängt Notmaßnahmen zur Bekämpfung der akuten Energieknappheit. Vorgesehen sind u.a. Stromabschaltungen sowie Zwangsurlaubstage für die staatlichen Angestellten. Ursache der Krise ist der niedrige Wasserstand der Flüsse. Er hat dazu geführt, dass die Wasserkraftwerke nur mit 30% ihrer Kapazität arbeiten können.

Das Bundesverkehrsministerium teilt mit, dass es im Gegensatz zu verschiedenen Kommunen den Einsatz von Streusalz auf vereisten Straßen für unverzichtbar hält.

6.1.1989, Freitag

In Frankfurt am Main beginnt der dreitägige Bundesparteitag der DKP, der von heftigen Flügelkämpfen geprägt ist. Parteichef Herbert Mies muss bei seiner Wiederwahl deutliche Stimmenverluste hinnehmen.

Der finnische Skispringer Risto Laakkonen wird Gesamtsieger der traditionellen Vier-Schanzen-Tournee.

7.1.1989, Samstag

Der japanische Kaiser Hirohito stirbt 87jährig in Tokio. Nachfolger wird sein Sohn, Kronprinz Akihito.

In Moskau finden erstmals westdeutsche Theatertage statt.

8.1.1989, Sonntag

Beim Absturz einer Boeing 737 der Fluggesellschaft British Midland in Mittelengland kommen 44 Menschen ums Leben, 82 werden z.T. schwer verletzt. Der Pilot hatte wegen eines Triebwerkschadens eine Notlandung versucht.

9.1.1989, Montag

In seiner nachträglich gehaltenen Rede zur Verleihung des Friedensnobelpreises 1988 an die Friedenstruppen der Vereinten Nationen schlägt UN-Generalsekretär Javier Pérez de Cuellar die Einführung einer Abgabe auf alle internationalen Waffengeschäfte vor, aus der Blauhelmeinsätze mitfinanziert werden sollten.

Im Prozess um den Diebstahl von mehreren 1000 NS-Akten aus dem Berlin Document Center (BDC) verurteilt das Berliner Landgericht den Hauptangeklagten, den früheren Leiter der BDC-Fotoabteilung, zu zwei Jahren und vier Monaten Haft. Drei weitere Angeklagte erhalten Bewährungs- und Geldstrafen.

10.1.1989, Dienstag

Der Springreiter Wolfgang Brinkmann wird vom Verband Deutscher Sportjournalisten mit der Fair-Play-Medaille ausgezeichnet. Er hatte bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 nach seiner Goldmedaille mit der Mannschaft auf einen Start in der Einzelwertung verzichtet und damit den Weg für Karsten Huck freigemacht, der später die Bronzemedaille gewann.

Die peruanische Regierung verbietet die Einfuhr von Industriemüll, weil das Land nicht über die Mittel zur Lagerung und Überwachung solcher Abfälle verfüge.

Die Regierung der CSSR beschließt, die Ausfuhr von Explosionsstoffen einzustellen. Der in der Tschechoslowakei hergestellte Plastiksprengstoff Semtex ist vielfach von Terrorgruppen benutzt worden.

Das Bonner Forschungsministerium veröffentlicht einen Bericht, wonach der Anstieg des Meeresspiegels durch ein vom Treibhauseffekt bedingtes Abschmelzen des Polareises langfristig auch die norddeutsche Tiefebene gefährdet.

11.1.1989, Mittwoch

Das ungarische Parlament liberalisiert die Vorschriften für Vereine und Versammlungen. Die Bildung von Vereinigungen und politischen Parteien ist künftig erlaubt. Das Parlament verabschiedet außerdem eine Verfassungsänderung, die eine Einführung des zivilen Ersatzdienstes für Kriegsdienstverweigerer ermöglicht.

Zum Abschluss der fünftägigen Internationalen Konferenz zur Beseitigung der C-Waffen in Paris fordern die Teilnehmer ein weltweites Verbot und die Vernichtung aller Giftgaswaffen. Sie verpflichten sich, chemische Waffen nicht einzusetzen.

Etwa 20 ausreisewillige DDR-Bürger, die sich seit Jahresbeginn in der ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ost-Berlin aufhielten, verlassen das Gebäude, weil ihnen die DDR-Behörden Straffreiheit zugesichert haben. Einige von ihnen können in den folgenden Tagen ausreisen.

12.1.1989, Donnerstag

Die Schweizer Justizministerin Elisabeth Kopp tritt zurück, nachdem sie beschuldigt wurde, Amtsgeheimnisse an ihren Ehemann weitergegeben zu haben.

Das Präsidium des Obersten Sowjet verfügt für die armenische Enklave Berg-Karabach in der Sowjetrepublik Aserbaidschan ab dem 20. Januar eine “besondere Verwaltung”, die direkt Moskau untersteht. Wegen der geforderten Angliederung an die Nachbarrepublik Armenien ist die Lage in Berg-Karabach gespannt.

13.1.1989, Freitag

Eine britische und zwei deutsche Militärmaschinen kollidieren bei einer Tiefflugübung über Ostfriesland. Zwei der Flugzeuge stürzen ab, dabei kommen zwei britische Offiziere ums Leben.

Der Finne Ari Vatanen gewinnt auf Peugeot die Wüsten-Rallye Paris- Dakar. Zweiter wird sein Markengefährte Jackie Ickx (Belgien).

14.1.1989, Samstag

Die Niederlande liefern einen deutschen Studenten an die Bundesrepublik aus, der an der Ermordung von zwei Polizisten an der Startbahn West des Frankfurter Flughafens beteiligt gewesen sein soll.

Die Berner Polizei richtet in ihren Zentralen in Bern und Biel Telefone ein, die es Gehörlosen erlauben, über das Telefonnetz schriftlich zu kommunizieren.

15.1.1989, Sonntag

Die 35 Teilnehmerstaaten des KSZE-Folgetreffens in Wien stimmen einem Schlussdokument zu, das den Weg für ein neues Forum für konventionelle Abrüstung in Europa ebnet.

In Prag treibt die Polizei eine Demonstration auf dem Wenzelsplatz anlässlich des 20. Jahrestages der Selbstverbrennung des Studenten Jan Palach brutal auseinander.

Beim Zusammenstoß eines mit Pilgern besetzten Personenzuges mit einem Postzug in Bangladesch kommen mindestens 170 Menschen ums Leben, weitere 1000 werden verletzt.

Brasilien gewinnt in Rotterdam durch ein 2:1 über die Niederlande die erste offizielle Hallenfußball-Weltmeisterschaft.

16.1.1989, Montag

In vorwiegend von Schwarzen bewohnten Vierteln von Miami beginnen gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten, nachdem ein Schwarzer bei der Verfolgung durch Polizisten erschossen worden war.

In Leipzig löst die Polizei einen Schweigemarsch mit mehreren hundert Teilnehmern gewaltsam auf und nimmt zahlreiche Personen fest. Die Demonstranten haben Pressefreiheit gefordert.

Zur Eindämmung der Inflation von fast 1000% beschließt die brasilianische Regierung ein drastisches Sparprogramm, das neben der Abwertung des Cruzado einen unbefristeten Lohn- und Preisstopp vorsieht.

17.1.1989, Dienstag

Der Bundestag in Bonn beschließt die Verlängerung des Grundwehrdienstes von 15 auf 18 Monate vom 1. Juni 1989 an. Die Zivildienstzeit wird von 20 auf 24 Monate verlängert. Mit Inkrafttreten wird die Neuregelung jedoch für drei Jahre ausgesetzt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) erklärt die Wertstellungspraxis der Geldinstitute für rechtswidrig, wonach Girokonten bei Auszahlungen sofort belastet, Einzahlungen aber erst am folgenden Banktag gutgeschrieben werden.

18.1.1989, Mittwoch

Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Polens spricht sich mit großer Mehrheit für politischen und gewerkschaftlichen Pluralismus aus. Damit öffnet es den Weg zur schrittweisen Legalisierung der verbotenen Gewerkschaft “Solidarität”.

Der Frankfurter Radrennfahrer Dietrich “Didi” Thurau, der zweimal Vizeweltmeister war und bei der Tour de France 1977 15 Tage lang das gelbe Trikot des Spitzenreiters trug, gibt beim Stuttgarter Sechstagerennen seinen Abschied.

In mehreren Städten der Bundesrepublik Deutschland demonstrieren Studenten gegen die schlechten Studienbedingungen. Bundesbildungsminister Jürgen Möllemann (FDP) kündigt eine Aufstockung der Mittel für die Universitäten an.

Zwei Mitglieder der Terrororganisation Rote-Armee-Fraktion (RAF) werden vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen eines Sprengstoffanschlags auf die Firma Dornier im Juli 1986 zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Explosion hatte auf dem Gelände des Luft- und Raumfahrtunternehmens 1,3 Mio. DM Sachschaden verursacht.

Der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow kündigt eine Reduzierung des Verteidigungsetats um 14,2% sowie der Rüstungsproduktion um 19,5% an.

19.1.1989, Donnerstag

In Österreich treten Innenminister Karl Blecha und am 25. Januar Nationalratspräsident Leopold Gratz (beide SPÖ) wegen ihrer Verstrickung in die sog. Lucona-Affäre zurück.

Mehrere hundert jüdische Siedler aus den israelisch besetzten Gebieten rufen in Jerusalem einen unabhängigen Staat Judäa aus.

Das Bundeskartellamt billigt die Übernahme von 72% des Grundkapitals von 450 Mio. DM an der Handelsgesellschaft co op durch vier Auslandsbanken. Damit ist die Voraussetzung für eine Neuordnung der ehemals gewerkschaftseigenen Handelskette geschaffen.

20.1.1989, Freitag

Der Republikaner George Bush wird als 41. Präsident der USA vereidigt.

Der israelische Ministerpräsident Yitzhak Rabin legt einen Friedensplan für Westjordanien und den Gasastreifen vor, wonach für die Palästinenser in den besetzten Gebieten Wahlen abgehalten werden können, wenn es dort mindestens drei Monate lang ruhig bleibt.

Der Bundestag schafft die gesetzlichen Voraussetzungen dafür, dass Landwirte vom vollendeten 58. Lebensjahr eine sog. Produktionsrente erhalten können, wenn sie ihre landwirtschaftlichen Anbauflächen stillegen, verkaufen oder verpachten.

Ein mit dem HIV-Virus infizierter Mann wird vom Landgericht Kempten in zweiter Instanz von dem Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Seine Partnerin hatte auf ungeschütztem Geschlechtsverkehr bestanden.

Das Bundesverwaltungsgericht in West-Berlin entscheidet, dass der Betrieb auf einem Hamburger Sportplatz wegen unzumutbarer Lärmbelästigung werktags ab 19 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen eingestellt werden muss. Es wird befürchtet, dass dieses Urteil eine Flut von Klagen gegen Sportvereine auslöst.

21.1.1989, Samstag

Als erster Regierungschef seines Landes stattet der schwedische Ministerpräsident Ingvar Carlsson der DDR einen offiziellen Besuch ab (bis 24.01.). Im Verlauf der Visite kündigt DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker einseitige Abrüstungsschritte sowie eine zehnprozentige Kürzung des Militäretats an.

Der in Oppositionskreisen aktive polnische Priester Stefan Niedzielak wird in seinem Haus ermordet aufgefunden.

Mit der Mannheimerin Claudia Leistner gewinnt erstmals seit 35 Jahren wieder eine bundesdeutsche Läuferin die Europameisterschaften im Eiskunstlauf. Bei den Herren verteidigt in Birmingham Alexandr Fadejew (UdSSR) seinen Titel.

22.1.1989, Sonntag

Das Ballett “Peer Gynt” von John Neumeier wird in Hamburg uraufgeführt.

Bei der Eröffnung des 2. Deutschen Aids-Kongresses in West-Berlin droht Bundesgesundheitsministerin Ursula Lehr mit der Einführung eines Zwangstests, falls freiwillige Tests auf den HIV-Erreger auf breite Ablehnung stoßen sollten.

Bei einem Erdbeben in der Sowjetrepublik Tadschikistan kommen fast 300 Menschen ums Leben.

Mitglieder einer ultralinken Extremistengruppe überfallen eine Infanterie-Kaserne in Buenos Aires und liefern sich ein 20stündiges Gefecht mit Armee und Polizei. Dabei werden 37 Menschen getötet. Die Angreifer, die nach eigenen Angaben einem Staatsstreich in Argentinien zuvorkommen wollten, ergeben sich am 24. Januar, als das Gelände von Militär gestürmt wird.

24.1.1989, Dienstag

Das Bundeskabinett billigt den Jahreswirtschaftsbericht 1989, in dem eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums prognostiziert wird.

Die EG-Agrarminister verabschieden gegen die Stimmen Irlands, Grosbritanniens und der Niederlande eine Reform der Rindfleischmärkte, die zur Eindämmung der teuren Überschussproduktion führen soll.

25.1.1989, Mittwoch

In einer Kölner Erklärung wenden sich 163 katholische Theologen aus dem deutschsprachigen Raum gegen Zentralismus und Machtmissbrauch von römischer Kurie und Papst.

Der 35-Jährige Peter-Michael Kolbe (Hamburg), mit fünf Weltmeistertiteln und drei olympischen Silbermedaillen im Einer erfolgreichster deutscher Rennruderer, erklärt seinen Abschied vom aktiven Sport.

26.1.1989, Donnerstag

Der Oberste Sowjet der Sowjetrepublik Litauen erhebt Litauisch zur Staatssprache. Der 16. Februar, der Tag, an dem Litauen 1918 seine Unabhängigkeit von Russland erklärte, wird zum Feiertag deklariert. Am 17. Februar werden auch in Estland vergleichbare Beschlüsse gefasst.

27.1.1989, Freitag

Das niederländische Parlament begnadigt die letzten beiden deutschen Kriegsverbrecher, die im Gefängnis von Breda einsitzen. Beide treffen am selben Tag in der Bundesrepublik ein.

Die beiden Italiener Massimo Biasion und Tiziano Siviero sind in einem Lancia Delta Integrale Sieger der diesjährigen Rallye Monte Carlo.

28.1.1989, Samstag

Die Mannschaft von Werder Bremen gewinnt in Dortmund durch 6:3 über den VfB Stuttgart das Masters-Turnier im Hallenfußball.

Mit einem Punktsieg über Thulane Malinga aus Südafrika verteidigt der deutsche Boxweltmeister Graciano Rocchigiani in West-Berlin seinen Titel im Supermittelgewicht.

In Bad Neuenahr wählen die Grünen im Bundestag Antje Vollmer, Helmut Lippelt und Jutta Oesterle-Schwerin zu ihren neuen Sprechern. Die prominenten “Realos” Petra Kelly und Otto Schily scheitern mit ihren Kandidaturen.

29.1.1989, Sonntag

Der Warschauer Pakt legt erstmals einen Streitkräftevergleich mit dem westlichen Militärbündnis NATO vor. Der Studie zufolge ist das Kräfteverhältnis in Mitteleuropa “annähernd ausgeglichen”. Die NATO bestreitet diese Darstellung.

Bei den Neuwahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus schaffen die rechtsextremen Republikaner mit elf Abgeordneten den Einzug ins Parlament. SPD und CDU erringen jeweils 55 Sitze, die Alternative Liste entsendet 17 Abgeordnete.

Die Brühlerin Steffi Graf gewinnt wie im Vorjahr die Offenen Australischen Tennismeisterschaften in Melbourne. Bei den Herren erobert Ivan Lendl (CSSR) mit dem Titelgewinn auch den ersten Platz der Weltrangliste zurück.

30.1.1989, Montag

Die beiden rivalisierenden schiitischen Milizen Amal und Hisbollah unterzeichnen in Damaskus einen durch iranische und syrische Vermittlung zustande gekommenen Friedensvertrag. Der am 31. Dezember 1988 ausgebrochene Konflikt forderte über 100 Todesopfer.

Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega stellt ein wirtschaftliches Stabilisierungsprogramm in Aussicht, durch das insbesondere die Inflationsrate von mehreren 1000% bekämpft werden soll.

Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International fordert internationalen Druck auf die Regierung des Iran, weil in den vergangenen sechs Monaten mehr als 1000 politische Gefangene hingerichtet worden seien.

31.1.1989, Dienstag

Der SPD-Vorstand beschließt aus Kostengründen die Einstellung der traditionsreichen Parteizeitung “Vorwärts”.

Das Bundesverfassungsgericht erweitert den Rechtsanspruch nichtehelicher Kinder auf Auskunft über ihren leiblichen Vater.