Quader aus Beton und Glas

Quader aus Beton und Glas
Die Berliner Philharmonie, Haupteingang. By Marcelo Jorge Vieira from Brazil (Flickr) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Architektur 1961:

Rechtwinklige Stahl- und Glaskuben mit vorgehängten oder ausgefachten Fassaden sind die charakteristischen Bauten der Zeit.

Führende Vertreter dieses sachlichen, oft kalt wirkenden Baustils sind in der Bundesrepublik Architekten wie Otto Apel, Helmut Hentrich, Hubert Petschnigg oder Egon Eiermann. Beton und Glas sind die Hauptelemente der zumeist glatten schmucklosen Fassaden, die häufig nur durch die rechtwinkligen Fensterfächer gegliedert sind. Dieser Baustil knüpft an die Ideen des Bauhauses in Weimar an. Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe übertrugen die Prinzipien des Bauhauses auf die Architektur der Nachkriegszeit.

Im Gegensatz zu dieser sachlichen Architektur stehen die Entwürfe von Hans Scharoun und seiner Schule. Scharouns Bauten, wie die seit 1960 im Bau befindliche Berliner Philharmonie, haben freie Grundrissformen und organisch wirkende Baukörper.

Für die Städteplanung, die angesichts der Kriegszerstörungen ein Hauptproblem der Architektur ist, werden kaum Lösungen gefunden, die sowohl dem Anspruch auf preiswertes Bauen wie auch der Forderung nach einem sozialen Umfeld gerecht werden.