Nicht nur Sartres „Ekel“: Kulturelle Jahreshöhepunkte

Politik und Gesellschaft 1938:

Eine Fülle kultureller Ereignisse sorgt für andere Höhepunkte des Jahres. Der französische Existenzialist Jean-Paul Sartre bringt seinen Roman »Der Ekel« heraus, der Roman »Jugend ohne Gott« von Ödön von Horváth, »Die Kapuzinergruft« von Joseph Roth und »Die Vollendung des Königs Henri Quatre« von Heinrich Mann erscheinen. Das Schauspiel »Unsere kleine Stadt« von Thornton Wilder wird in Princeton uraufgeführt, die Szenenfolge »Furcht und Elend des Dritten Reiches« von Bertolt Brecht hat in einer gekürzten Fassung in Paris Premiere. Richard Strauss bringt mit »Der Friedenstag« und »Daphne« zwei neue Opern heraus, ihre Uraufführungen erleben auch »Mathis, der Maler« von Paul Hindemith und »Johanna auf dem Scheiterhaufen« von Arthur Honegger.

Die Filme des Jahres 1938: Der Olympiafilm »Fest der Völker / Fest der Schönheit« von Leni Riefenstahl, »Der Maulkorb« von Erich Engel, »Tanz auf dem Vulkan« mit Gustaf Gründgens, »Das indische Grabmal« mit La Jana, »Napoleon ist an allem schuld« von und mit Curt Goetz, »13 Stühle« mit Heinz Rühmann und Hans Moser, »Alexander Newski« des sowjetischen Regisseurs Sergei Eisenstein und »Leoparden küsst man nicht« von Howard Hawks mit Katharine Hepburn und Cary Grant.

Das Sportjahr 1938 wird bestimmt vom Tod Bernd Rosemeyers, eines der besten Automobilrennfahrer der 30er Jahre, der erfolgreichen Titelverteidigung Italiens bei der Fußballweltmeisterschaft in Frankreich, den Tenniserfolgen der US-amerikanischen Stars Helen Wills Moody und Donald Budge und dem Sieg von Joe Louis, dem Boxweltmeister aller Klassen, über den Deutschen Max Schmeling.