Hochgaragen gegen die Parkplatznot

Verkehr 1953:

Die bundesdeutschen Verkehrsplaner orientieren sich bei der Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme, die durch den Anstieg des Kfz-Bestands verursacht worden sind, häufig an Vorbildern aus den USA (mit 25 Pkw auf 100 Einwohner ist die Verkehrsdichte dort weltweit am höchsten). Städte wie Frankfurt am Main, München, Mannheim, Nürnberg und Düsseldorf führen wie einige US-amerikanische Großstädte z. B. sog. grüne Wellen ein. Bei diesem System werden die Ampeln so geschaltet, dass die Autofahrer bei einer bestimmten konstanten Geschwindigkeit an jeder Kreuzung freie Fahrt haben. Nach Zählungen in Frankfurt am Main kann dadurch pro Straße ein bis zu 500 Autos pro Stunde höheres Verkehrsaufkommen bewältigt werden.

Für die ersten Parkhäuser, die zur Behebung der Parkplatznot beitragen sollen, gibt es gleichfalls Vorbilder in den USA. Mehrere Städte beginnen außerdem damit, Gebühren für die Benutzung öffentlicher Parkplätze zu erheben. Dadurch soll die Zahl der Dauerparker verringert werden. In Hamburg, wo das Parken seit August gebührenpflichtig ist (20 Pfennig für die erste, 30 Pfennig für die zweite, 50 Pfennig für jede weitere Stunde), hat dies Erfolg: Der Anteil der Autofahrer, die mehr als drei Stunden den Parkplatz belegen, sinkt von 58% auf 20%.