Pech für die Bauern – Glück für die Verbraucher

Ernährung, Essen und Trinken 1929:

Von den niedrigen Weltmarktpreisen für Lebensmittel profitieren in erster Linie die Verbraucher. Die Preissteigerungsrate im Deutschen Reich ist in diesem Bereich niedriger als bei anderen Gütern des täglichen Bedarfs. Setzt man den Vorkriegsstand (1913) mit dem Index 100 an, so haben sich die Gesamtlebenshaltungskosten in den vergangenen 15 Jahren um insgesamt 51,7 Punkte erhöht. Bei Nahrungsmitteln liegt die Steigerungsrate, ebenfalls gemessen am Stand von 1913, bei 54,5 Punkten.

Bei Grundnahrungsmitteln sind die Preise sogar zurückgegangen. 1 kg Brot kostete in Berlin 1928 0,46 Reichsmark (RM), 1929 sind es nur noch 0,41 RM. 1 kg Weizenmehl ist 1929 in Berlin für 0,54 RM zu haben (1928: 0,56 RM).