25. April 1980: Geisel-Debakel ist irreparabler Imageverlust

25. April 1980: Geisel-Debakel ist irreparabler Imageverlust
Sechs Sikorsky RH-53D Sea Stallion-Hubschrauber überfliegen den Flugzeugträger USS Nimitz in Vorbereitung auf die "Operation Evening Light" im Arabischen Meer im April 1980. Sechs Hubschrauber werden bei dem Versuch, US-amerikanische Geiseln im Iran zu retten, am 24. April 1980 verloren gehen. - US Navy [Public domain]

+++ EREIGNISSE VOR 40 JAHREN +++

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Zeitungen zum 25.04.1980
Die gescheiterte Geiselbefreiung im Iran fügt dem Image der Supermacht USA und der Präsidentschaft Jimmy Carters schweren Schaden zu.

Mit einem Fehlschlag endet der Versuch der USA, durch ein Luftlandeunternehmen die in der US-Botschaft in Teheran festgehaltenen 53 US-Geiseln (1.2.1979) zu befreien. Bei der Kollision eines Hubschraubers mit einem Flugzeug in der iranischen Wüste sterben acht Soldaten.

An dem Unternehmen waren sechs Transportmaschinen und acht Hubschrauber der US-Luftwaffe beteiligt, die zunächst in der Wüste eine Basis errichten sollten. Als drei der Helikopter ausfallen, ordnet US-Präsident Carter den Rückzug an. Dabei kommt es zu der Kollision.

Im eigenen Land, aber auch bei den Verbündeten muss Carter harte Kritik einstecken. So erklärt NATO-Generalsekretär Joseph Luns, der Befreiungsversuch habe die kritische Situation im Nahen Osten weiter kompliziert. US-Außenminister Cyrus Vance, der sich gegen die Aktion ausgesprochen hatte, tritt am 26. April zurück. Die Geiseln werden nach der Aktion aus Teheran in andere iranische Städte gebracht.

Für US-Präsident Carter bedeutete der Fehlschlag die entscheidende innenpolitische Schwächung im anstehenden Präsidentschaftswahlkampf. Am 4. November verliert er sein Amt an den republikanischen Herausforderer Ronald Reagan.

Erst am 20. Januar 1981, dem Tag der Amtseinführung des neuen Präsidenten Reagan, werden die Geiseln freigelassen – nach 444 Tagen Gefangenschaft und komplizierten Verhandlungen in der algerischen Hauptstadt Algier.